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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Dienstag, 20. Juni 2017

Diskussionsforum Ökumene: „Die Zeit ist noch nicht reif“

Im Jubiläumsjahr der Reformation sollte es einmal kein Abend sein mit der Suche nach Verbindendem zwischen den katholischen und protestantischen Christen. So erklärte  Uwe Burkert, Diözesanbeauftragter für die katholische Rundfunkarbeit, den „forschen Titel“ des Diskussionsforums: „Was uns bleibend trennt“.

Anfangs sah es noch so aus, als ob Unüberwindbares zumindest an der Basis – vertreten durch die Bezirkssynodalvorsitzende Daniela Beisel und Hede Strubel-Metz, Mitglied im Vorstand des Katholikenrats im Bistum Speyer –nicht bestehe. Beisel äußerte einzig ein gewisses Unverständnis auf katholischer Seite über ihr Ehrenamt als Prädikantin und die damit verbundenen Kompetenzen. Hede Strubel-Metz dagegen ist mit den Jahren sehr pragmatisch geworden und sieht vorrangig die vielfältigen Möglichkeiten und guten direkten Kontakte, die ökumenische Aktionen ermöglichen.

Erst drei zentrale Begriffe, die für  Dekanin Barbara Kohlstruck unverzichtbar sind, brachte die Diskussion in Fahrt: „Freiheit, Gleichheit, Veränderbarkeit – eine Kirche ohne diese Grundwerte kann nicht meine Kirche sein!“, betonte sie. Freiheit, entgegnete Dekan Alban Meißner, gebe es auch in der katholischen Kirche. Die oberste Instanz und das größte Geschenk sei, dass den Menschen das Gewissen und die damit verbundene Entscheidungsfreiheit gewährt sei. Im Hinblick auf Gleichheit – insbesondere im Hinblick auf die Gleichheit von Mann und Frau – äußerte er die Hoffnung, dass sich die katholische Kirche hier bewege. Bei diesem Thema wie auch bei der Veränderbarkeit benutzte er das Bild eines großen Tankers, der sich nur sehr langsam und schwerfällig bewege.

Diskussionsinhalt war selbstverständlich das unterschiedliche Verständnis von Abendmahl und Kommunion. Hier zeigte sich, dass alle vier Podiumsteilnehmer unterschiedliche Auffassungen vertreten. Dekan Meißner verwies noch einmal auf seinen eingangs geäußerten Wunsch, scheinbar und wirklich Trennendes nicht in Schlagworten zu benennen; man müsse im Gegenteil diesen Themen auf den Grund gehen, ihre unterschiedlichen Interpretationen beachten und sich bemühen, durch diese Unterschiede voneinander und übereinander zu lernen.

So geschah dies etwa beim Thema „Marienkult“ und dem Gebet zu Heiligen. Aus ursprünglichem Unverständnis und sogar Ablehnung bei Daniela Beisel wurde so im Lauf des Abends ein besseres Verständnis – wenn auch die Ablehnung blieb.

Aus dem Publikum wurde die Frage laut, ob nicht – trotz bestehender Unterschiede – Katholiken und Protestanten angesichts sinkender Zahl von Gläubigen enger zusammenarbeiten sollten. Die Rede war von der gemeinsamen Nutzung von Immobilien, von einer gemeinsamen Jugendarbeit oder auch von gemeinsamem Religionsunterricht. Es zeigte sich, dass es hier nicht nur glaubensbedingte Vorbehalte gibt, sondern die Kooperation oftmals auch an institutionellen Gegebenheiten scheitert. Insgesamt vertrat Dekanin Kohlstruck die Auffassung: „Ich glaube, die Zeit ist noch nicht reif, um ganz vieles gemeinsam zu machen.“ – Dem widersprach niemand.

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