Montag, 03. Oktober 2022

Pirminius-Plakette für Edith Roser und Hugo Diehl

Bischof Wiesemann verleiht Pirminius-Plakette für kirchliches und caritatives Engagement. Es ist die höchste Auszeichnung der Diözese.

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat am 2. Oktober 22 Frauen und Männern und dem Musikverein Jägerkapelle Erfweiler aus dem Bistum Speyer für ihr kirchliches und caritatives Engagement die Pirminius-Plakette, die höchste Auszeichnung der Diözese, verliehen. Benannt ist die bischöfliche Ehrenplakette nach dem heiligen Abtbischof Pirminius, der als Missionar im südwestdeutschen Raum wirkte und 753 in dem von ihm gegründeten Kloster Hornbach starb. Die Ehrung erfolgte im Anschluss an das Pontifikalamt zum 961. Jahrestag der Domweihe.

Die Geehrten wurden von Pfarreien, Verbänden sowie von Bischof Wiesemann für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die neuen Trägerinnen und Träger der Pirminius-Plakette sind:

Hildegard und Heinz Klapp (Pfarrei Heilig Geist, Neustadt), David Schreiner, Lukas Henschel (Pfarrei Hl. Elisabeth, Grünstadt), Norbert Kraus (Pfarrei Heilige Vierzehn Nothelfer, Kandel), Waltraud Zehnder-Liedke (Pfarrei Hl. Theodard, Rülzheim), Helma Doll (Pfarrei Maria Schutz, Kaiserslautern), Norbert Müller (Pfarrei Heiliger Martin, Kaiserslautern), Mario Schückler (Pfarrei Mariä Himmelfahrt Otterbach), Helen Mary Mahr und Alois Kisner (Pfarrei Hl. Franz Xaver, Lauterecken), Rita Dahlem (Pfarrei Hl. Augustinus, Landau), Benedikt Ockel (Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Landau), Hugo Diehl (Pfarrei Hl. Katharina von Siena, Ludwigshafen), Edith Roser (Pfarrei Hll. Petrus und Paulus, Ludwigshafen), Edith Koch und der Musikverein Jägerkapelle Erfweiler mit dem Vorsitzenden Gustav Burkhard (Pfarrei Hl. Petrus, Dahn), Beate Dohr (Pfarrei Hl. Martin, St. Ingbert-Rohrbach), Gerhard Groh (Pfarrei Hl. Ingobertus, St. Ingbert), Johannes Freiherr von Warsberg, lange Jahre Diözesanleiter des Malteser-Hilfsdienstes im Bistum sowie Thomas Gärtner (Hockenheim), Klaus Leibig und Peter Knuth (Speyer), Dom-Besucherdienst.

In seiner Laudatio würdigte Bischof Wiesemann die Geehrten als „Menschen, die ihr Leben aus dem Glauben an den menschenfreundlichen Gott heraus in den Dienst am Nächsten stellen und sich für ein gutes Miteinander einsetzen.“ Er verwies auf die negativen Folgen der Corona Pandemie in Kirche und Gesellschaft aber machte deutlich, dass trotz allem es sich in dieser Zeit gezeigt habe „welch positive Kräfte in uns Menschen angelegt und in unserem Miteinander wirksam sind: Welch große Bereitschaft zum Zusammenhalt und zum Engagement in Gesellschaft und Kirche.“

Dies werde auch jetzt wieder nach dem Ausbruch des Ukraine Krieges spürbar: „Auch hier verfallen wiederum viele Menschen nicht in Angst und Resignation, sondern engagieren sich. Sie stellen Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung, demonstrieren gegen die russische Invasion und organisieren Friedensgebete. Sie spenden für Tafeln, die von noch mehr Menschen als zuvor in Anspruch genommen werden, oder helfen bei der Ausgabe mit. Sie sind bereit, sich einzuschränken und ihren Lebensstil zu ändern, um unseren ungezügelten Energieverbrauch zu reduzieren.“

Bischof Wiesemann dankten den Geehrten dafür „dass durch Ihren Einsatz Kirche zu einem Segensort wird, an dem Menschen etwas von der großen Menschenfreundlichkeit unseres Gottes erfahren und zum Dienst an einer friedlicheren und gerechteren Welt bewegt werden.“

Hugo Diehl aus der Pfarrei Hl. Katharina von Siena, Ludwigshafen, engagiert sich seit Jahrzehnten sozialpolitisch. Seit 1971 ist er KAB-Mitglied, lange Jahre war er als Leiter und Motor des Ortsverbands, und auch in überregionalen Gremien aktiv. Er gehört dem Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus an, hat Schuh- und Kleidersammlungen für die Caritas-Warenkörbe organisiert, ist Mitglied im Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen und bieten Sozialberatungen an. Hinzukommt eine Vielzahl weiterer ehrenamtlicher Aufgaben in der Pfarrei: als ehemaliger Verwaltungsrat und als Kirchenchormitglied, als Mitglied des Ruandakreises und der Bauhütte St. Michael und vieles andere mehr.

Edith Roser aus der Pfarrei Hll. Petrus und Paulus aus Ludwigshafen engagiert sich seit vielen Jahren in der katholischen Kirche. Als junge Erwachsene war sie zunächst im BDKJ aktiv und wurden zur Dekanatsführerin in Ludwigshafen gewählt. Nach ihrer Hochzeit und parallel zur Geburt und Erziehung ihrer vier Kinder brachte sie sich im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) ein, u.a. von 2009 bis 2016 als stellvertretende Diözesanleiterin. Die besondere Sorge von Edith Roser gilt bis heute dem Einsatz für Waisenkinder und Flüchtlinge. Immer wieder nahm sie Jugendliche und Erwachsene, aus Indien, aus Albanien oder aus Syrien bei sich zu Hause auf, sammelte Gelder für medizinische Eingriffe, brachte ihnen Deutsch bei und betreute und unterstützte sie in allen Belangen. Daneben brachte sie sich bei der Sternsingeraktion und bei Weihnachtsmärkten, bei der Gestaltung des MISEREOR-Sonntags und bei SOLI-Brot-Aktionen ein. Bis heute gehört sie dem Pfarreirat ihrer Pfarrei an.

 

Text: Pressestelle Bistum Speyer

Foto: Klaus Landry