Mittwoch, 04. November 2026

"Bezahlbarer Wohnraum schafft Sicherheit und Perspektiven"

Bauminister Sven Teuber und ISB-Vorstandsmitglied Sandra Baumbach überreichen Förderbescheid über 10,7 Millionen für bezahlbaren Wohnraum in Ludwigshafen.

Für den Neubau von 47 Wohnungen in der Heinrich-Pesch-Siedlung in Ludwigshafen übergab der rheinland-pfälzische Bau- und Kommunalminister Sven Teuber am 2. November einen Förderbescheid in Höhe von 10,7 Millionen Euro an die Sahle Wohnen GmbH & Co. KG.

"Wonen ist ein Menschenrecht und eine der wichtigsten sozialen Fragen unserer Zeit. Menschen brauchen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern einen Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen und sich eine Zukunft aufbauen können. Bezahlbarer Wohnraum schafft Sicherheit und Perspektiven. Mit der Förderung in Ludwigshafen unterstützen wir Menschen mit kleinen und mittleren Ein-kommen und tragen dazu bei, dass in der Heinrich-Pesch-Siedlung ein lebendiges, viel-fältiges Quartier entsteht, in dem Menschen zusammenleben, sich begegnen und Heimat finden," sagte Bauminister Sven Teuber.

47 bezahlbare Wohnungen in der Heinrich-Pesch-Siedlung

Gemeinsam mit ISB-Vorstandsmitglied Sandra Baumbach überreichte Teuber den Förderbescheid an Friederich Sahle, geschäftsführenden Gesellschafter der Sahle Wohnen GmbH & Co. KG. Das Vorhaben wird mit Unterstützung durch Mittel des Bundes gefördert.

ISB-Vorstandsmitglied Sandra Baumbach betonte: „Die Heinrich-Pesch-Siedlung zeigt, wie moderne Soziale Wohnraumförderung unterschiedliche Anforderungen zusammenbringen kann: Menschen mit geringen und mittleren Einkommen erhalten Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, während energieeffizientes Bauen und innovative Versorgungskonzepte einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen Quartier leisten.“

„Wer in Ludwigshafen lebt und arbeitet, soll sich hier auch eine Wohnung leisten können. Die 47 geförderten Wohnungen in der Heinrich-Pesch-Siedlung sind dafür ein konkreter Beitrag. Die langfristigen Mietbindungen geben Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen Planungssicherheit. Ich danke dem Land Rheinland-Pfalz, der ISB und Sahle Wohnen für ihr Engagement und die Zusammenarbeit bei diesem für unsere Stadt wichtigen Vorhaben“, erklärte Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner.

In zwei Gebäudeblöcken entstehen 47 Wohnungen, ein Gemeinschaftsraum und ein Büro. Alle Wohnungen und der Gemeinschaftsraum werden gefördert. 31 Wohnungen sind für 30 Jahre an Haushalte mit geringen Einkommen gebunden, 16 für 20 Jahre an Haushalte mit mittleren Einkommen. Dank der Förderung liegen die Mieten bei 7,45 beziehungsweise 8,45 Euro pro Quadratmeter.

Friederich Sahle, geschäftsführender Gesellschafter Sahle Wohnen, sagte: „Die Heinrich-Pesch-Siedlung zeigt, dass bezahlbares Wohnen, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit erfolgreich zusammenwirken können. Denn gute Wohnungen allein reichen nicht aus: Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen sich in ihrem Wohnumfeld zuhause fühlen, und Nachbarschaft gelebt wird. Auf dieser Grundlage gestalten wir gemeinsam mit unseren Partnern ein Quartier, das Vorbildcharakter für Rheinland-Pfalz hat.“ Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 13,1 Millionen Euro.

Leuchtturmprojekt für sozial-ökologische Quartiersentwicklung

Die Wohnungen entstehen in der Heinrich-Pesch-Siedlung, einem Leuchtturmprojekt für sozial-ökologische Quartiersentwicklung. Das rund 15 Hektar große Quartier umfasst etwa 800 Wohnungen für 2.000 Menschen. Alle geförderten Wohnungen werden im Energieeffizienzstandard EH 40 gebaut und haben somit einen geringen Energiebedarf für Heizung und Warmwasser. Dies bringt nicht nur Vorteile für Klima und Umwelt, sondern sorgt für niedrigere Nebenkosten für die Mieterinnen und Mieter. Die Siedlung soll 2029/30 fertig sein.

Ernst Merkel, Geschäftsführer der Heinrich-Pesch-Siedlung GmbH & Co. KG, wies auf die Besonderheit der Siedlung hin: „Wir haben hier eine Siedlung, die ihresgleichen sucht. Die katholische Kirche und die Jesuiten haben sie gemeinsam mit etlichen Verantwortlichen aus der Taufe gehoben. Die Siedlung ist sozial, sie ist interkulturell und interreligiös. Der christliche Grundgedanke ist das, was die Siedlung trägt. Jeder ist herzlich willkommen, hier zu wohnen.“

Bild © offenblende / Lys

Bildunterschrift:  Die Übergabe des Förderbescheids an der Baustelle in der Heinrich-Pesch-Siedlung: v.l. Gregory Scholz (Landtagsabgeordneter), Sandra Baumbach (ISB), Friedrich Sahle (Sahle Wohnen), Ernst Merkel (Heinrich-Pesch-Siedlung), Sven Teuber (Bauminister Rheinland-Pfalz), Klaus Blettner (Oberbürgermeister Ludwigshafen)