Montag, 09. Januar 2017

Caritas: Claudia Möller-Mahnke koordiniert die Ehrenamtsarbeit

Strukturen für Ehrenamtliche in der Caritasarbeit etablieren, das ist Ziel von Claudia Möller-Mahnke. Sie ist überzeugt: „Die Caritasarbeit bietet viele Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement.“  Die Diplom-Sozialarbeiterin ist seit September als Beauftragte für die Ehrenamtsarbeit im Caritas Zentrum Ludwigshafen tätig. Für diese neu Aufgabe hat sich die frühere Mitarbeiterin der Jugendzentrale für das Dekanat Speyer drei Schwerpunkte gesetzt.

Dazu zählt zunächst einmal konzeptionelle Arbeit im Austausch mit Fachberatungsstellen sowie mit Vertretern der Gemeindecaritas, den Pfarreien und Verbänden. Erst nach einer Bestandsaufnahme will Möller-Mahnke feste Ehrenamtsstrukturen etablieren und koordinieren. „Dazu muss ich zunächst wissen, welche ehrenamtlichen Tätigkeiten es bereits gibt, oder wo es mögliche künftige Betätigungsfelder gibt“, erläutert sie.

So waren Ehrenamtliche bisher im Caritas Zentrum tätig in der Begleitung und Stärkung von Migranten beim Integrationsprozess, besonders beim Erlenen der deutschen Sprache, als Ausfüllhilfe von Formularen sowie in der Begleitung und Mitorganisation der Seniorennaherholung der Stadt Ludwigshafen im Schullandheim Ramsen. In naher Zukunft soll zudem ein Patenprojekt entwickelt werden. Dabei geht es um Unterstützung von Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags, unter anderem durch Kinderbetreuung, Begleitung bei Behördengängen oder Unterstützung bei alltäglichen Dingen.

Aufgrund dieser Bestandsaufnahme kann die Ehrenamtskoordinatorin Ehrenamtliche in Einsatzstellen vermitteln. Denn die Interessierten bestimmen selbst darüber, wo und in welchem Zeitrahmen sie aktiv werden möchten. Vom Caritas Zentrum werden  sie fachlich begleitet, Austauschrunden und Arbeitskreise werden eingerichtet, Informationen über Rahmenbedingungen oder rechtliche Fragen weitergegeben. Und schließlich sieht Möller-Mahnke es als wichtige Aufgabe an, neue Ehrenamtliche zu gewinnen, einzuarbeiten und zu begleiten. Eine Schnupperphase zu Beginn der Tätigkeit und eine Einführung sowie Begleitung durch einen Ansprechpartner helfen, die eigenen Fähigkeiten zur Entfaltung zu bringen.

„Wichtig ist es auch, Ehrenamtliche, die ihr Engagement aufgeben, würdig zu verabschieden“, betont die Ehrenamtsbeauftragte: Ständig mit den Engagierten in Kontakt zu sein, zu vermitteln und auch Konflikte zu lösen, das fasst sie unter dem Stichwort „Anerkennungskultur“ zusammen, die sie ebenfalls stärken möchte.

Claudia Möller-Mahnke sieht große Schnittmengen in der Arbeit der Ehrenamtlichen „im Auftrag“ des Caritas Zentrums und der Gemeindecaritas. Gemeindecaritas bedeutet, sich den Bedürfnissen, Sorgen und Nöten der Menschen in der Pfarrei anzunehmen. So steht es im Konzept Gemeindepastoral 2015. Männer und Frauen engagieren sich dafür in unterschiedlicher Form, zum Beispiel im Besuchsdienst für Ältere, Kranke und Neuzugezogene, in der Nachbarschaftshilfe, beim Einkaufen, bei Caritassammlungen, bei der Hausaufgabenbetreuung, in der Arbeit mit Flüchtlingen und vielem mehr.  Deshalb sucht Möller-Mahnke auch hier die Vernetzung. Barbara Aßmann, Leiterin Sparte Caritas-Zentren im Caritasverband für die Diözese Speyer, kündigte dazu kürzlich eine Dekanatskonferenz der Ehrenamtlichen zur Vernetzung an.

Claudia Möller-Mahnke ist erreichbar unter Tel.  0621-59802-0 oder per Mail an claudia.moeller-mahnke@caritas-speyer.de 

Foto: Nicola Plum ©Bistum Speyer