Mittwoch, 23. September 2026
Wenn Worte verletzen
Die Akademie für Frauen im HPH lädt am 24.10.2026 zu einem Seminar über psychisch-emotionale Gewalt ein.
Blaue Flecken hinterlässt sie keine. Trotzdem kann psychisch-emotionale Gewalt Menschen über Jahre zermürben, ob in der Partnerschaft, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Viele Betroffene merken lange nicht, was mit ihnen geschieht. Ein Tagesseminar im Heinrich Pesch Haus (HPH) in Ludwigshafen hilft, solche Dynamiken zu durchschauen. Es findet am Samstag, 24. Oktober 2026, von 10 bis 17 Uhr statt. Veranstalterin ist die Akademie für Frauen im HPH.
Referent Dirk Fietkau erklärt zunächst, was man unter toxischen Beziehungen versteht und wie sie entstehen. Die Teilnehmenden lernen typische Muster und Verhaltensweisen kennen, außerdem Persönlichkeitstypen, die die Forschung mit solchen Strukturen in Verbindung bringt. Danach rücken die Folgen in den Blick. Warum bleiben Menschen in Beziehungen, die ihnen schaden? Wie wirkt emotionale Abhängigkeit, und woran zeigt sich, dass die Gesundheit leidet?
Praktisch wird es im zweiten Teil. Fietkau vermittelt Strategien, mit denen Betroffene Grenzen ziehen, handlungsfähig bleiben und einen Ausstieg vorbereiten können. Wer möchte, erprobt Gesprächs- und Abgrenzungstechniken in Übungen und Rollenspielen. Ein Audio-Interview mit einer betroffenen Person macht nachvollziehbar, wie sich psychische Gewalt von innen anfühlt und welche Prozesse dabei ablaufen. Angeleitete Reflexionsphasen geben Raum, eigene Erfahrungen einzuordnen. Am Ende bleibt Zeit für Austausch und Diskussion.
Fietkau kennt das Thema aus der Praxis. Der systemische Berater leitet in Worms eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die psychische und emotionale Gewalt, Mobbing oder emotionale Abhängigkeit erleben
Das Seminar richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Es spricht Menschen an, die sich fundiert informieren möchten, ebenso wie jene, die eigene belastende Beziehungserfahrungen besser verstehen wollen. Der Kostenbeitrag liegt bei 65 Euro. Anmeldungen nimmt das HPH per E-Mail an anmeldung@hph.kirche.org entgegen.
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