Montag, 21. September 2020

Monsignore Erich Ramstetter feiert 95. Geburtstag

27 Jahre prägte Erich Ramstetter als Dekan Stadt und Kirche in Ludwigshafen. Bei seiner Pensionierung erhielt er die Ehrenbürgerwürde. Am 20. September hat er seinen 95. Geburtstag mit einem Dankgottesdienst gefeiert.

Er ist durch und durch Ludwigshafener: 1925 in der Stadt geboren, weilte Erich Ramstätter zum Studium außerhalb der Heimat und für zehn Jahre in der Westpfalz als Kaplan, Hilfspriester und Kurat.1960 kehrte er an den Rhein zurück, wurde Pfarrer in Friesenheim-St.Josef. 1971 wählten ihn seine Mitbrüder zum Dekan. Er blieb es, bis er 1998 in Ruhestand ging.

In diesen 27 Jahren hat er viel für die kirchlichen und karitativen Einrichtungen in der Stadt getan - so konnte er unter anderem auch das Heinrich Pesch Haus maßgeblich prägen. Nach wie vor ist er Förderer des Hauses. Anlässlich seines Geburtstages rief er nun auch zu Spenden für die HPH-Stiftung auf.

Zur Pensionierung erhielt Ramstetter seinerzeit die Ehrenbürgerwürde Ludwigshafens. Vor einigen Wochen konnte Ramstetter, der 1985 vom Papst zum Monsignore ernannt wurde, im Speyerer Dom ein Dankamt zum 70-jährigen Weihejubiläum mitfeiern. Erich Ramstetter ist einer der dienstältesten Priester im Bistum. In seiner alten Pfarrkirche stand jetzt ein Dankgottesdienst mit Ehrung anlässlich Ramstetters 95.Geburtstag an diesem Tag an.

Pfarrer Dr. Udo Stenz, sein Nachfolger in Friesenheim, sagte, Ramstetter genieße in St. Josef gewissermaßen das „Ehrenhausrecht“, denn St. Josef
bliebe natürlich „seine Kirche“. Viele Jahre lang habe Monsignore Erich Ramstetter Seniorenreisen gemacht. Festes Ritual dabei: „Die Reise ging
Sonntagmorgens mit dem Bus los. Am Samstagabend wurde die Vorabendmesse gefeiert und die Reiseteilnehmer haben ihre gepackten Koffer bereits in die Sakristei gestellt.“

Alban Meißner, als Dekan auch ein Nachfolger Ramstetters, würdigte diesen in einem Zeitungsbeitrag als Mensch, der „der Kirche in Ludwigshafen und darüber hinaus eine Stimme gab, die gehört wurde“. In Verkündigung und Seelsorge denke Ramstetter „groß und weit, vom Menschen und von Gott“. Wie OB Jutta Steinruck würdigte auch Meißner das politische Engagement des Monsignore: „Wo er es für angebracht hielt, äußerte er sich freimütig, respektvoll gegenüber der Person, unerbittlich in der Sache.“ Neben dem kirchlichen und gesellschaftspolitischem Engagement - Ramstetter ist seit 1963 Mitglied der CDU - hat sich der Theologe stets auch für Kunst und Kultur eingesetzt, die „Gebrüder Erich und Fritz Ramstetter Stiftung“ zur
Förderung der Kirchenmusik findet darin ihren Niederschlag. (pil/Foto rad)

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