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Dienstag, 20. September 2022

Ökumenische Fördergemeinschaft hat neue Geschäftsführerin

Petra Kindsvater führt seit dem 1. Juli 2022 die Geschäfte der Ökumenischen Fördergemeinschaft Ludwigshafen (ÖFG). Sie folgt auf Walter Münzenberger, der den Ruhestand angetreten hat.

Am Freitag, 23. September, wird Petra Kindsvater in einem Gottesdienst offiziell in ihr Amt eingeführt (11 Uhr, Melanchthonkirche, Maxstraße 38).

Petra Kindsvater erkennt Probleme und schafft Lösungen. Sie entwickelt Projekte für Menschen, um ihnen zu helfen. Der Einsatz für Schwächere in der Gesellschaft prägt ihre berufliche Laufbahn.

In ihrer Heimatstadt Koblenz hat Petra Kindsvater, die am 23. September 52 Jahre alt wird, bereits früh Verantwortung übernommen: Als Jugendliche war sie in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit aktiv, zum Beispiel als Betreuerin. In Trier studierte sie zunächst Mathematik, sattelte dann auf Pädagogik um. In ihrer Diplomarbeit widmete sie sich Fragen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Ludwigshafen.

Dann nahm Petra Kindsvater bei der Stadt Speyer die Stelle als Jugendhilfeplanerin an. Sie setzte sich unter anderem für den Aufbau der „Häuser der Familie“ ein, initiierte Soziale-Stadt-Projekte mit und begleitete sie. In Speyer wechselte sie anschließend zu einem Verein, der berufliche Bildung fördert. Petra Kindsvater entwickelte ein sehr erfolgreiches Projekt, das junge alleinerziehende Frauen wieder fit macht für Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Nächste Station war klassische stationäre Jugendarbeit eines kirchlichen Trägers in Speyer. Hier leitete sie ein Haus mit Wohngruppen. Zuletzt arbeitete Petra Kindsvater für eine bundesweit tätige Stiftung mit Sitz in Heidelberg und baute in einer badischen Stadt Jugendhilfe auf. Während ihrer beruflichen Laufbahn bildete sie sich weiter in Systemischer Organisationsentwicklung und studierte Betriebswirtschaft für Sozialunternehmen. Sie schuf ein weit reichendes Netzwerk, das bis heute besteht.

In der Leitung der ÖFG kann Petra Kindsvater all ihre bisherigen Erfahrungen einbringen. „Hier laufen die verschiedenen Facetten von sozialer Arbeit zusammen: Kindertagesstätten, Jugendarbeit und Jugendhilfe, Gemeinwesenarbeit sowie die Street Docs mit der Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung“, erläutert die neue Leiterin. Diese Bandbreite aus einer Hand begeistert sie, denn dies nütze ihr zufolge Menschen, die mehrere Hilfsangebote benötigen. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass die Fördergemeinschaft schnell auf Probleme und Bedarfe reagieren kann.

Hintergrund

Die Ökumenische Fördergemeinschaft Ludwigshafen (ÖFG) leistet seit mehr als 50 Jahren Sozialarbeit in den Notwohngebieten der Stadt. Schwerpunkte bilden die Bayreuther Straße und Mundenheim-West. Die ÖFG unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien, alleinstehende Menschen und Geflüchtete. Zu den Einrichtungen gehören unter anderem die Spiel- und Lernstube Emmi Knauber, drei Kindertagesstätten, Jugendzentren in der Bliesstraße, Mundenheim und in der Gartenstadt, der Internationale Treff im Hemshof und das Haus der Begegnung in der Flurstraße (Mundenheim). Die Gemeinwesenarbeit wird durch die Straßensozialarbeit verstärkt. Hier organisiert die ÖFG zum Beispiel medizinische Versorgung für Menschen am Rand der Gesellschaft.

Die ÖFG beschäftigt rund 180 Mitarbeitende. Sie ist eine gemeinnützige GmbH. Gesellschafter sind der Protestantische Kirchenbezirk Ludwigshafen und der Caritasverband für die Diözese Speyer.

Text: prot. Dekanat LU/Bild: privat

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