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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Rückblick auf die ökumenische Aktion „Auf Leben und Tod“

Ein Tabu wurde in Ludwigshafen gebrochen, darüber ist sich das Vorbereitungsteam der Aktion „Auf Leben und Tod“ einig: Die ganze Passionszeit über animierten große Tafeln vor dem Rathauscenter und im S-Bahnhof Lu-Mitte Passanten, sich Gedanken über Leben und Sterben, Tod und Trauer zu machen. Sie waren eingeladen, den Satzanfang mit Kreide zu vervollständigen: „Bevor ich sterbe, möchte ich….“ Kleinere Tafeln mit demselben Satzanfang standen für jeweils eine Woche in fünf Ludwigshafener Schulen.

„Wir haben viel gewagt“, sagte Joachim Lauer, Leiter der Passantenseelsorge Licht.punkt und der Jugendkirche, am Ende für alle aus dem Vorbereitungsteam. Es bestand aus der katholischen und evangelischen Citykirchenarbeit und den beiden Jugendkirchen. „Und wir haben viel gewonnen“, fügte er hinzu: neue Einsichten in das, was möglich ist, und was noch nicht möglich ist. Es gab viele Rückmeldungen, viele Gespräche an den Tafeln – und Veranstaltungen, zu denen weniger Besucher kamen als erhofft.

Die Tafelaktion war der eine Bestandteil des Projekts „Auf Leben und Tod“. Der andere war ein Bilderzyklus „Letzte Inszenierung“ mit Fotografien von Thomas Brenner. Die Aktion wurde jetzt an Gründonnerstag mit einem „bewegten Leichenschmaus“ beendet. Er startete am Licht.punkt, wo es einen Aperitif gab und einen Impuls in der Kapelle. Ein letztes Mal wurden die Menschen eingeladen, an die große Tafel zu schreiben, was sie sich in ihrem Leben erhoffen. Weiter ging es zur katholischen Kirche St. Ludwig. Dort wartete eine heiße Suppe auf die Teilnehmer. Das Motto dieser Station lautete: „Wenn der Weg lang und schwer wird….“ Letzte Station war die Melanchthonkirche, wo gemeinsam Agape gefeiert wurde. Hier waren Feuer und die Legende des Phönix das bestimmende Thema – und die Verbindung zum Christentum: „Abschied, Tod und Trauer sind nicht das Ende.“ Eingestimmt wurden die Teilnehmer auf dieses Thema durch eine Feuerjonglage mit Kevn Rigby vor der Kirche.

An diesem Abend wurden auch die Bilder von Thomas Brenner sicher verpackt. Vorher bestand noch einmal ausgiebig Gelegenheit, sie zu betrachten – und alle genossen gemeinsam ein Buffet mit verschiedenen Brotsorten und Brotaufstrichen.

Start der Aktion war an Aschermittwoch gewesen, als ein Sarg durch die Stadt getragen wurde. Am ersten Fastensonntag wurde die Bilderausstellung „Letzte Inszenierung“ mit einem Gottesdienst eröffnet und die Bilder danach an ganz unterschiedlichen Orten der Stadt gezeigt.

Zwei standen in St. Ludwig und waren unter anderem Thema bei den drei Musikmatineen am Samstag. Dekan Alban Meißner erhielt daraufhin einen Brief einer Kirchenbesucherin, die die Kirche regelmäßig besucht um innezuhalten. Sie schrieb: „Heute war ich fasziniert und sehr angetan von den ausgestellten Kunstwerken. Mich berührte jenes mit den Schatten tief. Aber auch das  andere Motiv, vor allem die hinter dem Jägerzaun stehenden Personen, ließen mich nicht los“.

Joachim Lauer über seine Beobachtungen an den Tafeln: „Manche liefen zielstrebig zum Kreidekästchen und schrieben ein oder mehrere Gedanken auf. Geradezu unglaublich war aber, wie einfach wildfremde Menschen hier miteinander ins Gespräch kamen - über ein Thema, bei dem uns ansonsten oft nicht einmal der Satz „Ich habe keine Worte“ über die Lippen kommt!“

Beim Filmgottesdienst in der Jugendkirche mit rund 130 Jugendlichen luden zehn Filmszenen und der Chor „AmiCanta“ aus Jockgrim auf eine besondere Art ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Bei den Fürbitten – sie bestanden aus Kerzen anzünden für Verstorbene – waren viele zu Tränen gerührt. Auch die Spätschichten, die die beiden Jugendkirchen gemeinsam feierten, hatten die Aktion zum Thema.

Von Bärbel Bähr-Kruljac, zuständig für die protestantische Citykirchenarbeit, stammte die Idee zu „have a break – have a picture“. An ungewöhnlichen Orten wie einem Café und einer Metzgerei wurden Kunden eingeladen, die dort ausgestellte Brenner-Fotografie zu betrachten und spontane Gedanken zu äußern.
Ein weiterer Höhepunkt war die musikalische Lesung mit Madeleine Sauveur und Clemens Maria Kitschen in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs. Rund 40 Interessierte waren gekommen und lauschten den eigenen und fremden Texten der Mannheimer Kabarett- Chansonniere, die einen Bogen spannten zwischen heiteren und sehr nachdenklich stimmenden Gedanken. Es war ein ungewöhnlicher Zugang zu diesem Thema, aber notwendig, wie Citykirchenpfarrerin Susanne Schramm in ihrer Begrüßung sagte: „Unangenehmem gehen wir ja lieber aus dem Weg.“

Lesung in der Friedhofshalle, dann zum Leichenschmaus

Noch bis Gründonnerstag, 13.04.2017, stehen die großen Tafeln mit dem Satzanfang „Bevor ich sterbe, möchte ich …“ vor dem Rathauscenter und im S-Bahnhof LU-Mitte. Dann wird die ökumenische Aktion „Auf Leben und Tod“ mit einer Finissage beendet.

„Am Ende – Leichenschmaus“, so lautet der Titel eines Drei-Gänge-Menüs mit Feuer-Jonglage, Orgelmusik und Essen. Start ist um 17.30 Uhr bei der Passantenseelsorge „Licht.punkt“ im S-Bahnhof LU-Mitte. Thema dieser ersten Station, bei der es einen Aperitif gibt, lautet: „Das Leben feiern“. An der zweiten Station vor der katholischen Kirche St. Ludwig gibt es eine Suppe als Stärkung: „Wenn der Weg lang wird ….“

Den Abschluss bildet die Agapefeier in der Melachthonkirche. Sie beginnt um 19 Uhr mit einer Feuerjonglage vor der Kirche. Thema in der Kirche ist Phönix. Hier findet auch der Abschluss mit gemeinsamem Essen statt und der Möglichkeit, noch einmal alle Bilder aus dem Fotozyklus „Letzte Inszenierung“ des Fotografen Thomas Brenner zu betrachten.

Karten für die Teilnahme am gesamten Spaziergang zum Preis von 10 Euro sind im Turm 33, in der Passantenseelsorge Licht.punkt sowie am Veranstaltungsort erhältlich – die Teilnahme am Agapemahl in der Melanchthonkirche ist frei!

Derweil war die musikalische Lesung mit Madeleine Sauveur in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs ein voller Erfolg. Nicht nur, was die Resonanz anging, sondern auch inhaltlich. Mit sorgsam ausgewählten Texten zum Thema „Abschied nehmen und Sterben“ wurde sie ihrem Anspruch gerecht, den Spagat zwischen Heiterkeit und Melancholie zu schaffen.

Aus dem Off stellt sie zunächst die Frage: „Woran werde ich mich gerne erinnern, wenn ich nicht mehr bin?“ Dann berichtet sie von ihren Vorbereitungen auf dieses Programm und bekennt: „Seit ich mich mit dem Thema beschäftige, habe ich viel mehr Freude am Leben!“ Sie liest, singt Chansons, leitet von einem Text oder Lied zum anderen über. Vieles von dem, was sie sagt, ist denkwürdig. Etwa die Vermutung: „Es fehlen uns Rituale, und vielleicht suchen deshalb die Menschen Möglichkeiten, sich besonders bestatten zu lassen“ – und sie zählt Dinge auf, die sie „abstrus“ nennt.

Der Umgang mit dem Tod ist manchmal humorvoll – und manchmal unfreiwillig komisch. Sie zitiert Kabarettisten, Schauspieler, Autoren und Gesetzestexte, um das zu untermauern. Und sie fragt, ob die Topdesfurcht vielleicht damit zu tun hat, das eigene Potenzial nicht voll ausgeschöpft zu haben, sich nicht selbst verwirklicht zu haben. Ganz stark gegen Ende ihres Programms das Lied: „Champagner auf das Leben!“

Den Abschluss aber macht das Lied „Mondnacht“ – Melodie von Robert Schumann und Gedicht von Joseph von Eichendorff – und danach gibt es auch keine Zugabe mehr – dieses Stück soll für sich stehen.

Zwischenbilanz: Wildfremde Menschen im Gespräch und manchmal zu Tränen gerührt

Die großen Tafeln vor dem Rathauscenter und im S-Bahnhof LU-Mitte haben sich zu echten Hinguckern entwickelt. Der Satzanfang „Bevor ich sterbe, möchte ich..“ animiert viele Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener, zur Kreide zu greifen und aufzuschreiben, was ihnen in ihrem Leben wichtig ist.

Joachim Lauer, Leiter der Passantenseelsorge „Licht.punkt“, hat ein Team von Ehrenamtlichen organisiert, die die Tafeln täglich abfotografieren und anschließend reinigen. Er kommt selbst regelmäßig daran vorbei und sagt: „Es fasziniert zu beobachten, was an den Tafeln passiert. Natürlich gehen Menschen kopfschüttelnd oder abfällig lachend vorbei. Die Mehrheit bleibt irritiert stehen, wenn sie „Bevor ich sterbe“ lesen. Viele kommen näher und lesen interessiert, was andere geschrieben haben. Manche laufen zielstrebig zum Kreidekästchen und schreiben ein oder mehrere Gedanken auf. Geradezu unglaublich ist aber, wie einfach wildfremde Menschen hier miteinander ins Gespräch kommen - über ein Thema, bei dem uns ansonsten oft nicht einmal der Satz „Ich habe keine Worte“ über die Lippen kommt!“

Etwas kleinere Tafeln stehen auch in Ludwigshafener Schulen, bisher am Geschwister-Scholl-Gymnasium, Carl-Bosch-Gymnasium, an der IGS Edigheim und IGS Limburgerhof, und zum Abschluss kommen sie noch an die BBS Technik 2. Andrea Tavernier, Jugendreferentin im protestantischen Dekanat, ist begeistert: „Das lief an allen Schulen hervorragend! Die Tafeln waren immer sofort umlagert und beschriftet, sobald sie aufgebaut waren. Sogar der Hausmeister sagte: Wer hätte gedacht, dass junge Menschen sich für so ein Thema interessieren!“ Neben einigen – witzig gemeinten – Aussagen waren auf den Tafeln auch Wünsche zu lesen wie: „Mama stolz machen“ oder „meinen Platz im Leben finden.“ Andrea Tavernier weiter: „Viele Lehrkräfte haben das Thema auch im Religionsnterricht aufgegriffen. Es war toll, wie zuverlässig die SchülerInnen den Tafeldienst erledigt haben. Ganz viele Gespräche wurden so initiiert von Leuten, die sich vor den Tafeln getroffen haben.“

In der Jugendkirche LUMEN stand der jüngste Filmgottesdienst ebenfalls im Zeichen der ökumenischen Aktion „Auf Leben und Tod.“-  „In stimmungsvoller Atmosphäre mit dem Chor „AmiCanta“ aus Jockgrim feierten wir einen knapp zweistündigen Gottesdienst mit zehn verschiedenen Filmszenen zum Thema“, blickt Joachim Lauer, der auch die Jugendkirche leitet, zurück.  Mit rund 100 Jugendlichen war die Jugendkirche gut gefüllt, und die Fürbitten – sie bestanden aus Kerzen anzünden für Verstorbene, die uns am Herzen liegen - rührten manche zu Tränen.“

Resonanz finden auch die Kurzaktionen „Have a break – have a picture“, die bisher dreimal montags unerwartet stattfanden: Im Café König, in der Stadtbücherei und in der Metzgerei Ott. Hier steht jeweils ein Bild der Reihe „Letzte Inszenierung“ des Fotografen Thomas Brenner. Besucher oder Passanten wurden gefragt, was sie auf den Bildern sehen, und welche Gefühle sie auslösen. Viele ließen sich auf diese Unterbrechung ihres Alltags ein.

Eine weitere Veranstaltung war „Sterben für Anfänger“ mit Ludwigshafener Klinikseelsorgerinnen. Im Hörsaal des Klinikums stimmte Klinikseelsorgerin Andrea Knecht die Teilnehmenden mit kurzen Impulsen und Statistiken ein. Dass die meisten Menschen das Thema Sterben und Tod verdrängen, führe häufig zu Hilflosigkeit, Ignoranz und vor allem zu Angst, warnte sei. Helfen könnten gegen diese Gefühle hinschauen statt wegschauen, fragen und versuchen zu verstehen.

In vier Gesprächsrunden bestand ausreichend Gelegenheit, sich diesem Verstehen anzunähern. Wie ist es, wenn Kinder und Jugendliche sterben? Was ist anders, wenn Menschen auf den Tod warten, weil sie „des Lebens müde“ sind oder „Mehr Freunde und Verwandte im Himmel haben als auf der Erde“? Andrea Knecht spürte mit Interessierten der Frage nach, welche Erfahrungen sie auf der Intensivstation mit Sterbenden im Koma macht, und Annette Schulze ging auf das plötzliche Sterben ein, mit dem sie in der BG Unfallklinik fast täglich konfrontiert wird.

Die letzten Termine:

Die Aktion „Auf Leben und Tod“  dauert noch bis Gründonnerstag, 13.04.2017. Bis dahin werden noch zwei Kanzelreden gehalten: am Sonntag, 02.04.2017, um 10 Uhr in der Melanchthonkirche, und am Sonntag, 09.04.2017, um 10 Uhr in St. Ludwig. Auch die Musikmatineen in St. Ludwig finden noch zweimal statt: am 01.04.2017 und am 08.04.2017, jeweils um 11.30 Uhr.

Ein Höhepunkt wird sicher die musikalische Lesung mit Madeleine Sauveur am Samstag, 08.04.2017, um 19 Uhr in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs. Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Beendet wird die Aktion an Gründonnerstag, 13.04.2017, ab 17.30 Uhr. Vom Licht.punkt (Passantenseelsorge im Bahnhof LU-Mitte) startet der „Leichenschmaus“, ein Menü in drei Gängen, die vor dem Licht.punkt, vor St. Ludwig und in der Melanchthonkirche eingenommen werden. Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Karten zum Preis von 10 Euro sind für diese beiden Veranstaltungen im Vorverkauf im Licht.punkt (montags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr), im Ristorante „La Torre da Angelo“ im Lutherturm sowie an der Abendkasse erhältlich.

Das Foto entstand bei der Samstagsmatinee in St. Ludwig am 25.03.2017

Erste Eindrücke von „Have a break“

Die Bilder „Letzte Inszenierung“ regen zum Nachdenken und Diskutieren ein. Das funktioniert auch bei der Kurzaktion „Have a break – have a picture“.

Sie ist so ungewöhnlich wie die Orte, an denen die Bilder zu sehen sind: im Café König, Stadtbücherei LU-Mitte, in der Metzgerei Ott und bei der Passantenseelsorge „Licht.punkt“ im S-Banhof Mitte.

Eine kurze Impression vom Start im Café König, das zu dieser Zeit gut besetzt ist: Zwei Frauen betreten das Café, ziehen  Blicke auf sich, indem sie in weiße Schutzanzüge schlüpfen. Eine Fotoarbeit aus der Reihe "Letzte Inszenierung" von Thomas Brenner wird gut sichtbar aufgestellt, eine Klangschale angeschlagen. Dann die Aufforderung, mitzuteilen, was auf dem Bild zu sehen ist. Zögerlich bringt sich eine Gruppe Frauen ein: „Tanzende Paare im Bild. Schwarz und Weiß? Ein Ehepaar nähert sich interessiert: „Licht und Schatten tanzen miteinander?" Ansonsten Irritation. Zum Abschluss eine mögliche Erklärung: „Der Totentanz. Eine Idee aus dem Mittelalter. Mit seinem Schatten tanzen."

Die Termine für „have a break“: 20.03.2017, Stadtbücherei, 27.03.,2017, Metzgerei Ott, 03.04.2017. Licht.punkt, jeweisl 12.15 bis 12.30 Uhr.

Das Foto zeigt Pfarrerin Susanne Schramm bei der Aktion „Have a break – have a picture“.

Bilderaktion „Letzte Inszenierung" ist gestartet

„Komm, lass uns anstoßen auf das Leben!“ Mit diesen Worten wurde jetzt die Bilderausstellung „Letzte Inszenierung“ von Thomas Brenner in einem Gottesdienst in der Melanchthonkirche eröffnet. Sie ist Teil des ökumenischen Projekts „Auf Leben und Tod“, das mit einem Trauermarsch durch die Stadt und der Tafelaktion „Bevor ich sterbe, möchte ich….“ an Aschermittwoch begann.

Nach dem Gottesdienst und einer Vernissage sind die zwölf Bilder jetzt an verschiedenen Orten in der Stadt zu sehen.  Es sind keine Bilder, die man im Vorbeigehen anschauen kann – sie sind sperrig, zwingen geradezu zum Nachdenken.  Deshalb gibt es an vier Orten auch kurze 15minütige Aktionen, mit denen auf sie aufmerksam gemacht wird: Am Montag, 13.03.2017, im Café König, am 20.03.2017 in der Stadtbücherei, am 27.03.2017 in der Metzgerei Ott und am 03.04.2017 vor dem Licht.punkt, jeweils um 12.15 Uhr.

Zwei Bilder sind in der Pfarrkirche St. Ludwig zu sehen. Bei den Samstagsmatineen um 11.30 Uhr stehen sie im Mittelpunkt. Mit einer Meditation zwischen den Musikdarbietungen werden die Zuhörer ebenfalls animiert, sich mit Leben und Sterben auseinanderzusetzen.

Termine für die Matineen: 25.03.2017, 01.04.2017 und 08.04.2017

Eröffnung: Warum ein Sarg durch die Stadt getragen wird

Die Aktion „Auf Leben und Tod“ in Ludwigshafen hat nun offiziell begonnen. Mit einem Trauermarsch durch die Stadt wurden Passanten an Aschermittwoch auf die Tafelaktion aufmerksam gemacht. Bei der Passantenseelsorge Licht.punkt im S-Banhof LU-Mitte stehen nun ebenso wie vor dem Rathauscenter drei große Tafeln. Passanten sind eingeladen, darauf den Satzanfang „Bevor ich sterbe, möchte ich …“ zu vervollständigen. Täglich werden die Tafeln von Ehrenamtlichen gereinigt und so gibt es wieder Platz für neue Wünsche.

Schon in den ersten Tagen nahmen Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener eifrig an der Aktion teil und notieren, was sie sich von ihrem Leben erhoffen.

Am Aschermittwoch erregte die Aktion viel Aufmerksamkeit, freuen sich die Organisatoren der Aktion, die die ganze Fastenzeit über andauert. Es sind die katholische und protestantische Citiykirchenarbeit sowie die beiden Jugendkirchen. Begleitet von einer vierköpigen Blaskapelle trugen sie einen Sarg quer durch die Innenstadt vom Bahnhof-Mitte über Melanchthonkirche bis hin zum Rathausplatz. Einige der knapp 30 Begleiter teilten an neugierig gewordene Passanten die Flyer aus, die über die Aktion informieren.

Am Sonntag, 05.03.2017, wird auch der zweite Teil von „Auf Leben und Tod“ offiziell eröffnet: mit dem Gottesdienst um 10 Uhr in der Melanchthonkirche und einer anschließenden Vernissage. Denn begleitend zur Tafelaktion werden mitten in der Stadt zwölf inszenierte Fotografien des Künstlers Thomas Brenner gezeigt mit dem Titel „Letzte Inszenierung“. Ab Montag sind sie an verschiedenen Stellen zu stehen, unter anderem in der Stadtbücherei, bei einem Metzger und in einem Café.

Bilder von den Tafeln „Bevor ich sterbe, möchte ich….“ veröffentlicht das protestantische Dekanat Ludwigshafen auf seiner Homepage

Pressemeldungen und mehr .....

Bei einem Pressegespräch am 20.02.2017 informierte das ökumenische Vorbereitungsteam über die Aktion und die Hintergründe.

Foto ©: Anette Konrad

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