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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Mittwoch, 17. April 2019

Gedanken zu Ostern: Suchen wir im Toten das Lebendige!

„Ostern heißt: die Veränderung lieben“, so beginnt der Beitrag von Dekan Alban Meißner zum bevorstehenden Osterfest.

Veränderungen gab es schon immer im Leben der Menschen. Es ist eine Stärke des Menschen, dass er sich immer wieder auf neue Situationen einstellen und sich ihnen anpassen konnte. So ist er im Laufe der Evolution zur dominanten Spezies auf unserem Planeten geworden.

Was das Besondere an unserer heutigen Zeit ausmacht, das ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Veränderungen vollziehen. Hat es anfangs Jahrtausende gedauert, bis sich etwas verändert hat, sind die Zeitabstände heute sehr viel kürzer geworden, in der sich die Verhältnisse radikal verändern. Da braucht man nur das Smartphone zu erwähnen, das es geschafft hat, in wenigen Jahren unser gesamtes Verhalten zu beeinflussen.

Angesichts dessen ist Ostern für mich das Fest, das am besten zu dem modernen Menschen passt. Innerhalb einer Nacht verändert sich für die Jüngerinnen und Jünger alles. Nehmen wir nur die Frauen, die zum Grab gehen, um den Leichnam Jesu nach dem althergebrachten Brauch mit Salben zu behandeln. „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“, fragen die Engel. Eine größere Veränderung ist nicht denkbar, als dass etwas Totes zu etwas Lebendigem wird. Oder wie im vorliegenden Fall: Dass ein Toter lebendig wird. Und das in kürzester Zeit.

Vielleicht können wir noch besser als frühere Generationen ermessen, was das für die Jüngerinnen und Jünger damals bedeutete. Sie mussten ihre gesamten Vorstellungen über Bord werfen und sich auf die neue Wirklichkeit ausrichten. Auch sie haben ihre Zeit gebraucht, um all das Neue zu verstehen und für sich anzunehmen. Aber nur so gab es für sie eine Zukunft. Und wir sind ihnen dankbar, dass sie das letztendlich geschafft haben. Denn sie haben damit den Grund für unseren Glauben gelegt.

Damit zeigt uns Ostern, wie wichtig es ist, sich auf Veränderungen einzustellen und sie für sich zu akzeptieren, ja, sie zu lieben. Wenn wir Vertrautem, Liebgewordenen nur noch nachtrauern und wehmütig „unsern alten Kaiser Wilhelm wieder haben“ wollen, dann suchen wir nicht das Lebendige, sondern das Tote, das wir einbalsamieren wollen. Und das Leben zieht an uns vorbei. Das Frühere, das Vergangene, ist trotzdem wichtig für uns, aber nur in der Hinsicht, dass wir daraus für die Zukunft etwas lernen können. Suchen wir also in dem Toten das Lebendige; dann kann uns die Osterfreude wirklich erfassen. Und wir gehen mit Optimismus in die Zukunft.

Bild ©: Hans Heindl in: Pfarrbriefservice.de

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