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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Dienstag, 03. September 2019

„ansprechBar“: Gottesdienst mit Fahnenweihe

Damit hatten die Kirchenbesucher von St. Ludwig am Sonntag nicht gerechnet: Dass sie selbst zu Wort kommen würden und ihre Gedanken zum Evangelium mitteilen dürfen. Das Evangelium vom richtigen Platz im Leben - „Wer sich selbst erhöht….“ – und der Forderung Jesu, diejenigen einzuladen, die sich dafür nicht revanchieren können, inspirierte das Team des Angebots „ansprechBar“ dazu, die Gottesdienstbesucher nach ihren Gedanken und Gefühlen zu befragen.

Seit etwa einem halben Jahr bietet „ansprechBar“ jeden Freitagnachmittag in der Pfarrkirche St. Ludwig eine Möglichkeit, sich mit Problemen, Sorgen oder persönlichen Anliegen an die Ehrenamtlichen zu wenden. Sie schenken ihnen ein offenes Ohr und ihre Zeit, gehen auf ihre Situation geduldig und wertschätzend ein – und bieten zudem ein kaltes oder warmes Getränk an. Hervorgegangen ist dieses Angebot aus der ehemaligen Passantenseelsorge „Lichtpunkt“, die Anfang des Jahres geschlossen wurde.

Nun wollen die Ehrenamtlichen, die sich komplett selbst organisieren, einen Schritt weitergehen und ihr Angebot um dezentrale Aktionen erweitern: Künftig wollen sie an verschiedenen Stellen der Stadt auftauchen und dort „ansprechBar“ sein. Damit sie auch wahrgenommen werden, haben sie zwei so genannte Dropflags gestaltet, die mit dem Logo des Projekts weithin sichtbar sind. Diese Fahnen weihte Dekan Alban Meißner im Sonntagsgottesdienst.

Mit eigenen Gedanken, der Auslegung des Evangeliums, Gebeten und Fürbitten gestalteten die Ehrenamtlichen den Gottesdienst selbst. Und dazu gehörte eben auch, die Gottesdienstbesucher inhaltlich zu beteiligen. Die waren zwar überrascht, nutzten aber dennoch zum großen Teil des Möglichkeit, sich einige Minuten lang auszutauschen und sich anschließend zu äußern.

Das Evangelium animiert „ansprechBar“ aber auch dazu, die nächste Aktion in der Bayreuther Straße zu starten: „Dort leben Menschen, die uns unseren Besuch nicht zurückzahlen können, die uns nicht einladen – genau so wie es Jesus uns aufgetragen hat“, argumentieren die Engagierten. Sie suchen zu den Bewohnern die Begegnung „auf Augenhöhe“, wie sie betonen, und bieten ihnen das Gespräch an. Und sie kommen natürlich mit Kaffee und Kuchen.

Der Gemeindeausschuss St. Ludwig organisierte im Anschluss an den Gottesdienst einen Sektumtrunk. Die Spenden, die dabei eingingen, fließen in die Aktion in der Bayreuther Straße. Die soll keinesfalls ein Einzelfall bleiben: „In der Stadt gibt es noch viel mehr Menschen, die niemand besucht, die keine Außenkontakte haben, um die sich niemand scher“, wissen die „Ansprechbaren“

.Und dass ihr Angebot in St. Ludwig wichtig ist, haben sie seit dem Start mehrfach erfahren. „Es ist gut, dass ich heute hier war“ – diesen positiven Gedanken haben sie häufig nach ihrem Dienst. Auch die Gottesdienstbesucher zollten ihnen Respekt für ihren Einsatz, und für Pfarrer Meißner sind sie „sehr wertvoll, hier, mitten in der Stadt“.

AnsprechBar – immer freitags von 14 bis 16 Uhr.

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