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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Freitag, 29. November 2019

„Ich sehe das als große Chance“: Pfarrer Josef Szuba

Josef Damian Szuba (58) wird am ersten Adventssonntag, 01.12.2019, als Pfarrer in der Pfarrei Heilige Katharina von Siena eingeführt. Pfarrer Szuba war bis zum Sommer Personalchef des Bistums und Domkapitular am Speyerer Dom. Der Gottesdienst zur Amtseinführung mit Dekan Alban Meißner in der Pfarrkirche St. Bonifaz, Gartenstadt, beginnt um 9.30  Uhr.

im Anschluss findet ein Empfang statt, zu dem alle Pfarreimitglieder und Freunde eingeladen sind.

Im Pfarrbrief der Pfarrei Hl. Katharina von Siena schreibt er: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen! Es geht ja nicht nur darum, dass unsere fünf Gemeinden zusammen-wachsen. Es geht auch darum, dass wir zusammen im Glauben wachsen und uns dabei gegenseitig unterstützen.Und es geht darum, dass wir zahlenmäßig möglichst nicht schrumpfen, sondern ganz im Gegenteil Menschen für unseren Glauben gewinnen. Dazu müssen wir weiter-denken. Der synodale Weg, der in den deutschen Diözesen mit dem neuen Kirchenjahr beginnt, kann uns dabei inspirieren.

Auf was kommt es uns in Zukunft an? Was ist für uns wertvoll und unverzichtbar? Und was müssen wir verändern und neu gestalten? In den letzten Wochen meines Kurzstudiums an der Jesuitenhochschule in Frankfurt St. Georgen ist mir wiederbewusst geworden, wie reich und vielseitig unser Glaube ist. Die Horizonterweiterung hat mir gut getan. Es lohnt sich, weiter zu denken. So wichtig es ist, an Bewährtem festzuhalten, so wichtig ist es auch, sich auf neue Ideen und Impulse einzulassen. Gerade der Advent ist eine Zeit, die uns helfen kann, aus der Routine auszubrechen und über den Tellerrand hinwegzuschauen. Wir bereiten uns vor auf das Kommen Jesu. Sein Wort führt uns zusammen und kann zugleich unseren manchmal engen Horizont enorm weiten."

Vor seiner Einführung hat Hubert Mathes, Redakteur der Kirchenzeitung „der Pilger“, mit Pfarrer Szuba gesprochen:

Herr Szuba, in einer Sabbatzeit seit Sommer haben Sie sich nochmal an die Schulbank gesetzt. Warum sind Sie an die Hochschule in Frankfurt-St. Georgen gegangen?

Vor 39 Jahren habe ich hier mein Studium begonnen und war gerne an dieser Hochschule. Jetzt bot es sich an, noch einmal als Gasthörer kurz zurückzukehren. Das war die richtige Entscheidung: Die Zeit hier inspiriert mich sehr. Ich wohne im Priesterseminar und erlebe Gespräche mit jungen Studierenden oder auch Besuche bei meinen alten Professoren als große Bereicherung. Und ich erlebe neu, wie kostbar der große Schatz der Theologie und unseres Glaubens ist. Darüber hinaus genieße ich das reiche kulturelle Programm, das Frankfurt bietet, z. B. die hervorragende Sonderausstellung über den Maler van Gogh, die derzeit internationales Interesse weckt.

Haben Sie einen Schwerpunkt gewählt für diese Studienwochen?

Zuerst habe ich zwei Wochen lang querbeet Vorlesungen besucht, danach habe mich auf Exegese (Bibelwissenschaft) konzentriert. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Schöpfungstheologie. Ein ganz aktuelles Feld, wenn man die vielen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit sieht. Und ein dritter – für mich selbst eher überraschender – Schwerpunkt ist die Islamwissenschaft. Hier in St. Georgen gibt es die Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle der Bischofskonferenz. Ich kann am ersten Teil eines Studienprogramms zum Islam teilnehmen. Spannend ist es, den Koran etwas näher kennen zu lernen. Bei der Begegnung mit Muslimen halte ich dieses Wissen für sehr hilfreich.

Viele Jahre lang waren Sie in verantwortlicher Position in der Leitung des Bistums tätig, jetzt sind Sie, wie zu Beginn Ihres Berufslebens, wieder Pfarrer. Ein ungewöhnlicher Schritt, oder?

Es war mein Herzenswunsch, nach der intensiven Mitarbeit an dem Prozess „Gemeindepastoral 2015“ wieder in die Seelsorge zurückkehren zu können. Ich war immer gerne Pfarrer und hatte ja auch nie eine andere Perspektive, bis ich dann 2001 Generalvikar wurde. Ich dachte mir damals, dass ich jetzt nicht 30 Jahre lang Verwaltung machen möchte. Als ich dies 2016 in einem Gespräch mit dem Bischof geäußert habe, zeichneten sich bereits Veränderungen in der Bistumsleitung ab, die auch meinen Wunsch in greifbare Nähe rücken ließen.

Damals dachte ich, ein Priester wird mein Nachfolger als Personalchef. Es kam ganz anders. Von der heutigen Lösung bin ich überzeugt, über meine Nachfolgerin Christine Lambrich bin ich sehr glücklich. Wie auch über die Chance, jetzt wieder Seelsorger zu werden. So Gott will, habe ich noch gut zehn Jahre im aktiven Dienst. Ich sehe das als große Chance, die ich gern nutzen möchte.

Ist es für Sie eine besondere Herausforderung, nun eine der 2016 entstandenen Großpfarreien zu übernehmen?

s war eine spannende Aufgabe, an „Gemeindepastoral 2015“ mitzuarbeiten. Vieles davon ist weiterzudenken und zu entwickeln. Da ist es gut, wenn nun Jüngere drangehen. Das hat einen Perspektivwechsel zur Folge. Für mich ist es auch ein Perspektivwechsel, jetzt eine der neuen Pfarreien leiten zu dürfen. Ich habe als Personalchef immer Bereitschaft zu Veränderungen gefordert. Dies gilt für mich auch. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Allerdings werde ich manches ganz neu lernen müssen. Als ganz einfaches Beispiel fällt mir das Meldewesen ein. Vor zwanzig Jahren  haben wir in Rodalben noch mit Karteikarten gearbeitet. Ich muss mich jetzt also erst einmal mit der Digitalisierung vertraut machen. Darüber hinaus hat sich seit Ende der 90er-Jahre auch die pastorale Landschaft stark verändert – von daher sehe ich die neue Aufgabe als wirkliche Herausforderung.

Hat es einen besonderen Grund, dass Sie sich für eine Pfarrei in Ludwigshafen beworben haben?

Naja, man kann sich nur dort bewerben, wo etwas frei ist (lacht). Das gilt auch für einen früheren Personalchef. Gewissermaßen schließt sich ja vorläufig ein Kreis, ich bin nämlich im St. Marienkrankenhaus, auf Pfarrgebiet, geboren. Und im Taufregister von St. Bonifaz eingetragen, auch wenn ich nicht in Ludwigshafen aufwuchs. Aber ich war gerne Kaplan in Christ König (Oggersheim) und bin froh, jetzt Ludwigshafener Pfarrer zu werden.

Ich sehe viel Potenzial in der Pfarrei Heilige Katharina von Siena und freue mich auf ein gutes Pfarrei- und Pastoralteam. Letzteres ist ja idealtypisch mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus allen Berufsgruppen besetzt. Es gibt viele engagierte Menschen vor Ort, die es geschafft haben, über Monate Pfarreileben zu gestalten, während es keinen eigenen Pfarrer gab. Allen, die hier mitgeholfen haben, will ich danken. Zuallererst Dekan Alban Meißner, der als Administrator die Pfarrei geleitet hat.

Was wünschen Sie sich und Ihren fünf Gemeinden für die beginnende neue Ära?

Zunächst – ich bringe keinen fertigen Plan mit, sondern möchte die Menschen und ihre Fragen kennen lernen. Daraus wird sich alles ergeben. Ich habe an der Hochschule neu erfahren dürfen, dass wir eine kostbare Botschaft haben. Dass es gelingt, diesen Schatz des Glaubens zu heben und zu leben, füreinander und für die Menschen in Ludwigshafen, wünsche ich uns. 

Zur Person: Josef Damian Szuba, geboren am 8. Dezember 1960, Priesterweihe am 25. Juni 1988, 1988 bis 1990 Kaplan in Oggersheim-Christ König,  1990 bis 1992 Kaplan in Blieskastel-Lautzkirchen, 1992 bis 2001 Pfarrer in Rodalben, ab 2001 Generalvikar und Domkapitular, ab 2005  Leiter der Hauptabteilung Personal im Ordinariat, ab 1. Dezember 2019 Pfarrer in Ludwigshafen.

 

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