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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Dienstag, 05. Februar 2019

„Dankbarkeit und Demut“ – Pfarrer Steiger im Ruhestand

Ein Lebensabschnitt als leitender Pfarrer ging für ihn am Sonntag, 03.02.2019, zu Ende: Pfarrer Josef Steiger wurde in der Kirche St.  Bonifaz in Ludwigshafen-Gartenstadt verabschiedet. Mitglieder der Pfarrei Heilige Katharina von Siena, Vertreter des öffentlichen Lebens sowie Weggefährten bedankten sich bei dem Geistlichen mit Grußworten und Geschenken für sein Wirken und wünschten ihm alles Gute für den Ruhestand.

In der voll besetzten Kirche zelebrierte Dekan Alban Meißner „in Dankbarkeit und Demut angesichts des Weggangs“ von Pfarrer Steiger gemeinsam mit ihm die feierliche und würdevolle Sonntagsmesse, begleitet von Pfarrer Gerhard Rottmayer und Gemeindediakon Detlef Sieben sowie Kaplan Valentine Acholonu, der am Samstag, 02.02.2019, neu zum Pastoralteam kam. Die Fürbitten der Versammelten schlossen den scheidenden Pfarrer Steiger ein, für den die Gemeindemitglieder in Dankbarkeit beteten „um Gesundheit und Lebensfreude, und um Zeit und Raum für ihn, sich neu zu orientieren und zu entfalten.“

In seiner Predigt knüpfte Dekan Meißner an Lesung und Evangelium an, die zum einen thematisierten, „wie wir als Diener Gottes uns den Dienst vorstellen und was unser Handeln bestimmen soll“. Zum anderen gab der Dekan dem „Hohelied der Liebe“ aus dem Paulus-Brief an die Korinther eine neue, erhellende Deutung: „Wenn wir Liebe durch Respekt ersetzen, wird deutlich, was Paulus meint – und das taugt als Richtschnur für die Gemeinde, die Ehe, die Freundschaft und unter Verwandten.“

Damit schlug er die Brücke zu den drei Grundpfeilern Glaube, Liebe und Hoffnung, die nicht nur für Mitarbeiter der Kirche gelten, sondern die Basis des christlichen Wirkens aller bilden, schloss Meißner seine Predigt. Direkt im Anschluss an die Messe erfuhr Pfarrer Steiger große Dankbarkeit und gute Wünsche von vielen Seiten. Zunächst ließ Dr. Karl Kunzmann als Vorsitzender des Pfarreirats das Wirken Steigers Revue passieren. Er nehme nach rund 40 Jahre im Dienst seinen Abschied, wovon er „fast ein Viertel als Kaplan und junger Pfarrer in der Jugendarbeit, ein weiteres Viertel als Pfarrer in der Gemeindearbeit, ein starkes Viertel im diözesanen Dienst mit Verantwortung für Frauen, Familien und Erwachsene sowie nun im letzten Viertel mit uns hier in Ludwigshafen“ verbracht hatte. 2009 kam er nach Ludwigshafen, 2012 übernahm er das Amt als Prodekan im Dekanat Ludwigshafen und seit 2015 wirkte Steiger als leitender Pfarrer die Pfarrei Heilige Katharina von Siena.

Dankesworte aus der Pfarrei

Kunzmann hob hervor, dass Pfarrer Steiger an der Chorraumgestaltung und Innenrenovierung in St. Bonifaz ebenso maßgeblich beteiligt war wie an der Namenssuche für die neue Großpfarrei und die erfolgreiche Zusammenführung des Pastoralteams in der neuen Pfarrei und den Pfarrbüros. Dabei sei Steiger ein fürsorgerlicher Chef gewesen, der seinen Mitarbeitern Raum ließ und ihnen Vertrauen schenkte: „Viele Mitglieder der Pfarrei heben Ihre Fähigkeit zuhören zu können und zu wollen hervor.“ Dass nicht alles für den Geistlichen gerade ging, ließ Kunzmann nicht aus: „Das Ende Ihrer mit Herzblut ausgeübten Tätigkeit als Kategorialseelsorger in Speyer war für Sie ein Einschnitt.“

Zudem hätten ihn die Herausforderungen des Pastoralen Konzepts der Diözese und die Einführung der Regionalstell an die Grenzen des Machbaren geführt. So habe der Körper wohl nicht mehr alle Belastungen abfedern können wie gewohnt, was dazu geführt hatte, dass Pfarrer Steiger sein Amt früher als geplant abgeben müsse.

Für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte sich Bürgermeisterin Professorin Dr. Cornelia Reifenberg im Namen der Stadt Ludwigshafen. Den Dankesworten schlossen sich Ortsvorsteher Klaus Schneider sowie Vertreter der protestantischen Kirche und der kroatischen Gemeinde in der Gartenstadt an. Sogar die Kleinen verabschiedeten sich: Die Kinder der fünf Kindertagesstätten aus der Pfarrei sangen mit ihren Erzieherinnen ein Lied.

Bewegt nahm Pfarrer Steiger den Dank entgegen und betonte, dass ihm die Jahre in Ludwigshafen – die Begegnungen, die Gespräche, Planungen und Gottesdienste -  viel bedeutet hätten: „Es heißt ‚“Jeder Tag hat seine Klage‘, aber ich möchte das ergänzen: ‚Jeder Tag hatte seine eigene Freude.“ Ihm sei bewusst geworden, dass er krankheitsbedingt  vieles nicht abschließen konnte, bedauerte Steiger sehr. In seinen Abschlussworten dankte er auch insbesondere seinem Seelsorgeteam mit seinen haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor der Pfarrei.  Im Anschluss waren die Besucher zu einem Empfang eingeladen, die sie zum persönlichen Abschied von  ihrem geschätzten Pfarrer nutzen.

Wie es mit der Pfarrei Hl. Katharina von Siena weitergeht

Wie es in den nächsten Monaten in der Pfarrei Hl. Katharina von Siena weitergehen wird, dazu schrieb Dekan Alban Meißner im Pfarrbrief: „Es gab in den letzten Wochen und Monaten viel Veränderung. Die gravierendsten sind die Entlassung von Herrn Pfarrer Gerhard Rottmayer in den Ruhestand, und die Erkrankung von Herrn Pfarrer Josef Steiger, die nun auch zu seinem vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand geführt hat. Beiden gilt mein ausdrücklicher Dank für ihre langjährige Arbeit und ihr bisheriges Engagement in der Pfarrei.

Sicher fragen auch Sie sich, wie es nun weiter geht in der Zeit der Vakanz, die bis zum Dienstantritt eines neuen Pfarrers hier sein wird.  Zunächst ist die Pfarrei nun zum 1. August 2019 ausgeschrieben worden. Nun kann sich ein Priester als Pfarrer darauf bewerben. In der Zwischenzeit bin ich von Herrn Bischof Dr. Wiesemann als Administrator („Verwalter“) für alle verwalterischen Belange zusätzlich zu meinen bisherigen Aufgaben als Pfarrer der Pfarrei Hll. Petrus und Paulus und Dekan eingesetzt worden.

Für alle pastoralen und liturgischen Aufgaben stehen auch weiterhin das Pastoralteam (Frau Kloos, Herr Fiebig, Herr Sieben) zur Verfügung. Ab dem 2. Februar wird Herr Kaplan Valentine Acholonu das Team bis zum Sommer verstärken. An dieser Stelle bedanke ich mich schon jetzt ganz herzlich für die große Bereitschaft, den pastoralen Dienst auch unter diesen erschwerten Bedingungen nach besten Kräften auszuüben. Unterstützt werden sie dankenswerterweise vom Team der Pfarrsekretärinnen; auch ihnen an dieser Stelle ganz herzlichen Dank. 

Nur mit Hauptamtlichen alleine lässt sich ein Leben in den Gemeinden und der Pfarrei nicht aufrechterhalten. An dieser Stelle gilt mein Dank stellvertretend für alle Engagierten Herrn Dr. Kunzmann als Vorsitzendem des Pfarreirates und Herrn Diehl, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates für die gute Zusammenarbeit und ihr Engagement, das sie mit viel Herzblut ausüben.
Für jetzt bleibt mir nur noch, Sie um Verständnis in dieser nicht einfachen Zeit zu bitten. Vielleicht ergeben sich Missverständnisse und Verzögerungen im Ablauf, vielleicht holpert auch in einen anderen Fall die Kommunikation, aber das alles ist kein böser Wille, sondern der speziellen Situation geschuldet. Aber mit Rücksichtnahme und viel gutem Willen ist auch diese Situation keine unlösbare Aufgabe für uns. Wir wollen auch nicht das Gebet vergessen in dieser Zeit, für die beiden Priester im Ruhestand, und um den Geist der Zusammengehörigkeit, so wie es der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief am vergangenen Sonntag formuliert hat: „Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm“ (1 Kor 12,27).“

Alban Meißner, Pfarrer und Dekan

Foto: Mechthild Möbus, Text: MM, brid

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