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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Montag, 10. Juni 2019

Suchtprävention in der Schule mit Hilfe der Theaterpädagogik

„Ich habe unsere Schülerinnen und Schüler noch nie so ruhig erlebt!“ Diese Aussage von Ben Becheikh, Stufenleiter in der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen, war ein großes Lob für die drei Akteure der Theaterwerkstatt Heidelberg. Die Konzentration der Siebtklässler war aber nicht nur dem guten Schauspiel geschuldet, sondern vor allem dem Thema: Es ging um Sucht.

Viola Luther, Mitarbeiterin des Caritas-Zentrums Ludwigshafen für das Thema Suchtprävention, hatte den Kontakt zur Theaterwerkstatt und zur Schule hergestellt, um Kinder für die unterschiedlichen Formen von Sucht zu sensibilisieren und ihnen bewusst zu machen, dass sehr viele Kinder und Jugendliche – vielleicht auch in ihrem Umfeld - direkt oder indirekt davon betroffen sein könnten.

Drei Figuren - drei Suchende - drei Süchte

Drei verschiedene Figuren mit ihrem persönlichen Suchtproblem stellten Sebastian Schwarz, Laura Holz und Hauke Weber-Liel den Siebtklässlern vor. In der anschließenden Besprechung zeigte sich, dass die Schüler auch die versteckten Hinweise auf Probleme, Sehnsüchte und Hoffnungen erkannt hatten.

Da war zunächst der Junge, der sich nicht traute, das Mädchen anzusprechen, in das er sich verliebt hatte; dessen Schulleistungen nicht zur Versetzung reichten, und dessen Vater sich nicht die Zeit nahm für ein ausführliches Gespräch, sondern nur immer wieder sagte: „Enttäusch mich nicht!“ Die Hoffnung, über ein Suchtmittel all diese Probleme in den Griff zu bekommen, erfüllte sich nicht.

In der zweiten Szene ging es um einen Jungen, dessen Mutter Alkoholikerin ist. Das Geld reicht nicht für eine gesunde Ernährung der kleinen Schwester, der Junge muss sich um diese kümmern, schläft vor Erschöpfung in der Schule ein, traut sich nicht, jemanden nach Hause einzuladen. Die Situation wächst ihm über den Kopf, aber anvertrauen will er sich niemanden: „Ich kann doch meine Mutter nicht verpetzen, in der Familie hält man doch zusammen, ich will doch nur, dass es normal ist, wenn ich nach Hause komme!“ – Das sind seine Gedanken.

In der dritten Szene geht es um ein Mädchen, das in jeder Situation auf ihr Handy schaut, Nachrichten liest und verschickt, Videoclips anschaut. Darüber geht auch die Beziehung zu ihrem Freund in die Brüche, der das gar nicht verstehen kann.

Engagierte Diskussionen

Die Themen waren im Vorfeld von Viola Luther, der Schulleitung und der Schulsozialarbeit festgelegt worden. Auch für die Theaterwerkstatt war es wichtig, dass die Biografien nicht nur klischeehaft dargestellt werden und abschrecken. Vielmehr sollten sieverschiedene Wege zur Sucht aufzeichnen und Fehlentscheidungen bzw. häufiges Vermeidungsverhalten aufdecken und sichtbar machen. Die Schauspieler wollten anhand von Identifikationsmöglichkeiten die Schüler anregen, die komplexen Prozesse nachzuvollziehen und Lösungen zu finden.

Im Anschluss an das rund halbstündige Theaterstück, das in der Karolina-Burger-Realschule plus seine Uraufführung hatte, tauschten die Schauspieler mit den Schülern aus, was sie gesehen und wahrgenommen hatten. In kleineren Workshopeinheiten wurde das danach noch vertieft. In mindestens einer Klassenleiterstunde sollte das Thema auch noch einmal aufgegriffen werden, so der Wunsch der Theaterpädagogen.

Das Stück war zuvor in einer Art „Vorpermiere“ bereits einer Gruppe junger Erwachsener aus Suchtfamilien gezeigt worden, die ebenfalls von Viola Luther betreut wird. „Die Resonanz dort war überwältigend und sehr berührend“, berichtet Luther.

„Die große Nein-Tonne“ in der Grundschule

In allen ersten und zweiten Klassen der Erich Kästner Grundschule wurde zudem das Theaterstück „Die Große Nein – Tonne“ von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück gezeigt.
 
„Die Suchtberatung des Caritas-Zentrums hat sich für dieses Theaterstück entschieden, um
Kinder zu stärken, damit sie  ihre Gefühle äußern und ein positives Selbstbewusst entwickeln können. Denn das sind wichtige Komponenten, um einer möglichen Suchterkrankung präventiv entgegen zu wirken“, so Viola Luther. Das Theaterstück sei für die Kinder wie eine „Entdeckungsreise ins eigene Selbstbewusstsein“.

 

 

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