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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Donnerstag, 04. Juli 2019

Gottesdienst zum Stadtfest: Christen als Wegweiser

Seit einigen Jahren fallen das Patrozinium der Pfarrei Heilige Petrus  und Paulus mit dem Chortreffen für Kirchenchöre des Dekanats sowie dem  Festgottesdienst zum Ludwigshafener Stadtfest zusammen. So auch am 30. Juni in der Kirche St. Ludwig. Zahlreiche Kirchgänger fanden sich in der Stadtkirche ein, in der sommerwarme Temperaturen herrschten.

Dekan Alban Meißner hatte so bereits in seinen Eingangsworten einen guten Bezug zum Apostel Petrus, der gemeinhin als für das Wetter zuständig gehalten wird: „Ist es gut, dann sind wir ihm dankbar. Passt uns das Wetter aus irgendeinem Grund nicht, hat er auch damit zu tun." Der heilige Petrus habe diese Aufgabe wohl dem „Schlüsselwort" aus dem Matthäus-Evangelium zu verdanken. Daraus leite sich die Vorstellung ab, dass der Apostel vor dem Himmelstor steht und Menschen einlässt oder ihnen den Zutritt verweigert. „In der Überlieferung war er dann recht schnell auch für die ,Schleusen des Himmels' zuständig." Pfarrer Meißner leitete die Feier gemeinsam mit Pater Wojciech Kordas und Diakon Hubert Münchmeyer.

Musikalisch war der Gottesdienst ein besonderer Höhepunkt: Sängerinnen und Sänger verschiedener Ludwigshafener Kirchenchöre kamen zusammen, um gemeinsam mit einem Blechbläser-Ensemble die Messe zu gestalten. Der Projektchor unter Leitung von Dekanatskantor Georg Treuheit und Alfred Hirsch hatte sich im südlichen Querhaus von St. Ludwig unter dem bunt-strahlenden Kunstglasfenster von Emil Wachter aufgestellt. Neben der "Dominikus-Messe" von Richard Terry stand von Edward Elgar das "Ave Verum" im Programm. Hans-Jochen Kaube spielte die Klais-Orgel von St. Ludwig, Christoph Angeli die Truhen-Orgel zu Begleitung des Chorgesanges. Eine Schola aus den Kirchenmusikern Angeli, Hirsch und Treuheit sang das Credo.

In den Fürbitten des Gottesdienstes wurde unter anderem für alle Engagierten in Pfarrei und Stadtdekanat gebetet sowie für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. In seiner Predigt sagte Dekan Meißner, zu Gott gebe es mehrere Wege, je nach dem interessante oder auch beschwerliche. „Zu Gott als dem Vater aber kommen wir nur durch den Sohn, durch Jesus." In seiner Nachfolge hat Jesus aber den „Schlüssel zum Reich Gottes" nicht einer Institution, nicht der Kirche, anvertraut, sondern zuallererst einem Menschen, der auch individuelle Schwächen und Fehler hatte. „Trotzdem hatte er wohl einen besonderen Draht zu Gott. Diesen erhält man, wenn man sich mit Gott beschäftigt, wenn man ihn immer wieder sucht, ihn im Gebet aufsucht."

So wie Petrus und Paulus besondere Wegweiser seien, so könnten alle Glaubenden auch Wegweiser für alle sein, die einen Weg zu Gott suchen. Dabei sei es wichtig, dass man uns den Glauben ansehe, dass man erkenne, wo wir stehen. „Denn ein Wegweiser, den man nicht sieht, ist keiner." Die Lebens- und Glaubensgeschichte von Petrus und Paulus zeige, so Alban Meißner, „dass wir auf dem Weg zu Gott niemals am Menschen vorbeikommen". Gott zeige sich da, wo das Verlangen nach Solidarität, Wahrheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit groß sei. „Wo das gelebt wird, dort können wir Gott finden."

Text und Foto: Hubert Mathes / der Pilger

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