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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Donnerstag, 23. Juli 2020

Schwerstkranke Patienten noch besser versorgt

Leitet das ambulante Hospiz: Yvonne Jendryssek

Das Hospiz Elias ist seit einem Jahr auch Stützpunkt der Spezialisiserten Ambulanten Palliativversorgung, kurz SAPV.

Vor einem Jahr erweiterte der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst (AHPB) sein Angebot im Palliativbereich: Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV, ging an den Start. Damit können schwerstkranke und sterbende Patienten jetzt noch besser betreut und nahtlos zu Hause versorgt werden. Um die steigende Patientenzahl optimal zu versorgen, sucht die SAPV Mitarbeitende.

Medizinische Versorgung zuhause

„Am 1. August um 9 Uhr ging es los – da hatten wir den ersten Patienten“, erinnert sich Yvonne Jendryssek. Schnell kamen weitere schwerstkranke Patienten hinzu, die der SAPV in den eigenen vier Wänden begleitete und medizinisch versorgte. Und das rund um die Uhr. Seitdem ist die Nachfrage hoch und ständig gewachsen, wie die Leiterin des ambulanten Hospiz Elias, Yvonne Jendryssek, berichtet. Aktuell betreut ihr siebenköpfiges Team zwischen 35 und 40 Patienten. „Wir haben eine sehr große Zahl von Anfragen von Kliniken, Hausärzten und den Patienten selbst“, sagt sie. Die SAPV kooperiert mit fünf Palliativmedizinern. „Im Oktober nimmt eine Palliativmedizinerin ihre Arbeit auf, die nur für die SAPV zuständig ist“, freut sich Yvonne Jendryssek.

Pflegekräfte gesucht

Denn das Augenmerk der SAPV liegt auf der Erhaltung der Lebensqualität und der Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen. „Wir wollen ihnen ein menschenwürdiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Das ist unser Anliegen“, erläutert Jendryssek. Um das weiterhin zu ermöglichen, sucht die SAPV derzeit nach weiteren Pflegekräften.

Angebot für schwerstkranke Menschen ausgeweitet

Für schwerstkranke Menschen gibt es in Ludwigshafen verschiedene Angebote: Neben der Palliativstation im St. Marienkrankenhaus und dem stationären Hospiz Elias kümmert sich auch das ambulante Hospiz um Patienten. Seit über 20 Jahren können sich Kranke und ihre Angehörigen beim Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst (AHPB) Rat und Unterstützung für die Versorgung zuhause holen. „Der AHPB ist ein reiner Beratungsdienst“, erläutert die Leiterin des Ambulanten Hospizes, Yvonne Jendryssek. Seit einem Jahr ist das Angebot nun mit der SAPV deutlich ausgeweitet worden.

Leistung der gesetzlichen Krankenkassen

Die SAPV ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen für Versicherte, die an einer nicht heilbaren Krankheit und fortschreitenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden und einen besonders aufwändigen Versorgungsbedarf aufweisen. Bei der Arbeit der SAPV geht es vor allem um die Symptomkontrolle. Typische Beschwerden schwerkranker Menschen wie Schmerzen, Atemnot, Angstzustände oder Übelkeit sollen gelindert werden.

Der Hausarzt verordnet die SAPV in der Regel für bis zu 28 Tage. In diesem Zeitraum gelinge es meist, die Patienten optimal einzustellen, so Jendryssek. Danach übernehmen wieder die Krankenschwestern des AHPB die Betreuung – oder der Patient kommt ins stationäre Hospiz. „In jedem Fall bleiben die betreuenden Personen dieselben. Das ist ein großer Vorteil für die Patienten“, hebt die Leiterin des ambulanten Hospiz hervor.

SAPV des Hospiz Elias versorgt Ludwigshafen und Umgebung

Das Ludwigshafener Team ist mit Ludwigshafen und den Verbandsgemeinden Maxdorf und Rheinauen für eines von 23 Versorgungsgebieten in Rheinland-Pfalz zuständig. Schon seit 2007 haben die Versicherten ein Anrecht auf SAPV, doch erfolgte die Ausschreibung für Rheinland-Pfalz erst im November 2017 – der Grund liegt in sozialpolitischen Auseinandersetzungen in Rheinland-Pfalz und den Verhandlungen mit den Krankenkassen. Das Team des stationären und ambulanten Hospiz bewarb sich daraufhin um die SAPV in Ludwigshafen und meisterte das aufwendige Bewerbungsverfahren mit Erfolg.

Text/Bild: ako

 

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