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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Freitag, 09. Oktober 2020

(K)ein Neuer in Oggersheim: Pater Dr. Wojciech Kordas

Am 18. Oktober um 16 Uhr führt Dekan Alban Meißner Pater Wojciech Kordas in der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt in sein Amt als neuer Pfarrer der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi ein.

Ein Kreis schließt sich: Schon von 1996 bis 2002 wirkte Pater Dr. Wojciech Kordas in Ludwigshafen – damals als Kaplan. 18 kam er zurück an den Rhein. Nach zwei Jahren als Kooperator in St. Ludwig ist er jetzt zum leitenden Pfarrer der Pfarrei Hl. Franz von Assisi ernannt worden. Am 18. Oktober führt ihn Dekan Alban Meißner in sein Amt ein.

Sprachgewandt und welterfahren

Polnisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Englisch und Italienisch – Pater Wojciech Kordas ist ein wahres Sprachengenie. Ganz von ungefähr hat er die Sprachen aber nicht gelernt, denn sein Weg als Franziskaner-Bruder führte ihn von Polen aus quasi durch die halbe Welt. Nach seinem Abitur 1980 in Legnica trat er 1984 in den Franziskaner-Orden ein. Er gehört der Krakauer Minoriten-Provinz an.

1992 wurde er in Krakau zum Priester geweiht. Dort studierte er Philosophie, in Friburg in der Schweiz schloss sich ein Theologiestudium an. In Koblenz-Vallendar absolvierte er bei den Pallotinern das Promotionsstudium. Sein Thema: Pater Franz Reinisch, ein Pallotinerpriester, der 1942 in Brandenburg enthauptet wurde und seitdem als Märtyrer des Gewissens verehrt wird. „Seitdem betreibe ich Theologie des Widerstands und fördere in Vorträgen und Seminaren das Glaubens- und Gewissenszeugnis von Pater Franz Reinisch.“, sagt der 55-Jährige, der außerdem seit 2013 als Vicepostulator im Leitungsteam des Seligsprechungsprozesses von Pater Franz Reinisch mitwirkt.

Zum zweiten Mal in Oggersheim

Seine Laufbahn als Seelsorger begann 1996 im Oggersheimer Minoriten-Kloster. Dort arbeitete Pater Kordas zunächst als Klosterseelsorger und Wallfahrtsseelsorger. Bis 2002 blieb er in Ludwigshafen und wirkte als Kaplan in St. Ludwig, Herz Jesu und Heilig Geist. „Meine ersten Pfarrer, denen ich für ihre erfahrene Begleitung und tatkräftige Förderung zum Dank verpflichtet bin, waren Alfons Kaufhold, Paul Langhäuser und Norbert Karch“, erinnert er sich.

Vom Rhein ging es dann nach Zentralasien, genauer nach Usbekistan. Als Pfarrer einer neu gebauten Kirche in Buchara stand der interreligiöse Dialog im Zentrum seiner Arbeit.  Nach acht Jahren schickte ihn sein Orden nach Italien, wo er in Assisi als Wallfahrtsseelsorger in der Basilika des heiligen Franziskus wirkte. „All diese Sprachen und Kulturen kennenzulernen hat mir großen Spaß gemacht“, sagt Wojciech Kordas.

Schon zwei Jahre später ging es zurück nach Deutschland. Neustadt an der Waldnaab und Ratingen waren seine nächsten Stationen. Seit September 2018 ist Pater Kordas nun wieder zurück in Ludwigshafen. Bis Ende August war er als Kooperator in der Pfarrei Hll. Petrus und Paulus tätig. „Bei Pfarrer Alban Meißner habe ich gelernt, wie ich in einer Pfarrei und Gemeinde mit vielen verschiedenen Gremien souverän umgehen kann“, sagt er. So fühlt er sich gut gerüstet für seine neue Aufgabe als leitender Pfarrer in der Pfarrei Hl. Franz von Assisi.

Kloster als spirituelle Oase

„Ich übernehme eine Pfarrei, die ein pastorales Konzept hat“, sagt er. Dieses gelte es nun umzusetzen. Dabei spielt die seelsorgerische Arbeit des Klosters eine wichtige Rolle. Es gehe um Überlegungen, ob die Franziskaner im Dekanat eine spirituelle Oase sein können.

Weiterhin gelte es, den Prozess der Zusammenlegung der Pfarreien zu begleiten. „Jede Gemeinde, jede Kirche hat ihren Schwerpunkt. Dieser muss sichtbar sein und verstärkt werden“, sagt er. Wichtig ist Pater Kordas auch die Familien- und Kinderarbeit. Nicht zu vergessen die Ökumene, ein Schwerpunkt, den er stärken möchte. Persönlich möchte er eine ökumenische Pilgerreise zu den wichtigsten Reformationsorten in Deutschland machen. In seiner Freizeit fährt Wojciech Kordas mit Begeisterung Fahrrad und spielt Tenor-Saxofon. „Ich hoffe, dass ich einmal in der Kirche spielen kann – und den Gottesdienst so mit einer neuen Musikform bereichern kann, der die Menschen vielleicht mitreißt: Jazz“, sagt er. (Bild und Text: rad)

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