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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Mittwoch, 07. Februar 2018

Große Zustimmung für geplante Heinrich Pesch Siedlung

Aus der Idee eines urbanen Gebiets namens Heinrich Pesch Siedlung kann Realität werden. Die Pläne wurden jetzt im Bauausschuss der Stadt Ludwigshafen und bei einer Informationsveranstaltung der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Sie stießen jeweils auf große Zustimmung.

Das „Dorf“ soll auf einer Fläche von zehn bis zwölf Hektar entstehen, die sich im Besitz des HPH-Trägervereins und der Gesamtkirchengemeinde Ludwigshafen befindet. Geplant sind 450 Wohneinheiten für bis zu 1500 Bewohner – in Reihenhäusern, Ein- und Mehrfamilienhäusern. Die Menschen sollen aus allen Schichten kommen und hier gemeinsam leben; solche, die über ein gutes Einkommen verfügen, und solche, „die aus prekären Lagen kommen, es im Leben nicht so einfach und einen erhöhten Unterstützungsbedarf“ haben, wie es Ulrike Gentner, stellvertretende Direktorin des HPH, beschreibt. Bestandteile des Dorfes sollen auf jeden Fall ein Begegnungshaus und ein Quartiersmanager sein. Angedacht ist außerdem eine Kindertagesstätte und möglicherweise eine Grundschule.

Nachrangig soll es auf dem Gebiet auch Gewerbe geben. Die Pfalzwerke, die einen neuen Standort suchen, sind als einer von drei potentiellen Investoren im Gespräch. Diese Gewerbebebauung soll entlang der Frankenthaler Straße entstehen und auch die Funktion eines Lärmriegels erfüllen.

„Wir haben uns für dieses Projekt zwei wichtige Fachleute an die Seite geholt“, freut sich Pater Johann Spermann SJ, Direktor des HPH: Es sind Dr. Michael Böhmer und der ehemalige Geschäftsführer der Ludwigshafener Wohnungsbaugesellschaft GAG, Ernst Merkel. Während Böhmer sich als Projektbetreuer um rechtliche und finanzielle Themen kümmert und die Idealvorstellungen hinsichtlich dieser Gesichtspunkte kritisch hinterfragt, profitiert Merkel von seinen Erfahrungen beim Bauen. Beide, so Pater Spermann, ermöglichen es, „dass wir unseren Traum größer träumen können“.

Oberbürgermeistern Jutta Steinruck nennt das Projekt einen „Meilenstein“ für neuen Wohnraum und Gewerbeansiedlung. Für sie erfüllen die Planungen die Idealvorstellung davon, „wie wir uns Wohnen und ein Miteinander künftig wünschen“. Diese Einschätzung teilen auch die Ortsvorsteher Anton Priolo und Barbara Baur, die die Heinrich Pesch Siedlung als „Riesenchance“ bezeichnen und begrüßen, dass viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen hier leben können.

In der Tat eröffnen die Planungen viele Chancen. Neben verschiedenen Wohnformen – Eigentum oder Miete – bietet das Quartier Begegnung, Bildung, Freizeitmöglichkeiten, Kommunikation und Vernetzung. Es wird ein weitgehend autoarmes Wohngebiet mit einem hohen Anteil an alternativen Energien und ausgewiesen als zukunftsfähige Stadtentwicklung – Stichwort „smart city“.Investoren und Bewohner sollen Mitglied in einem Verein werden, die Grundstücke werden nicht verkauft, sondern über Erbpacht vermietet. Die Mieteinnahmen sollen dazu beitragen, dass sich das Projekt – samt Quartiersmanager – selbst trägt.
Im Begegnungshaus sollen Räume entstehen für gemeinsame Aktivitäten, Austausch und Bildungsangebote. Auch Übernachtungsmöglichkeiten können hier geschaffen werden.

„Wir haben gelernt, dass man für so ein Projekt Attraktoren braucht“, so Pater Spermann. Ein solcher Attraktor könnte ein Café sein, oder auch ein Gemeinschaftsgarten. Das HPH als benachbarte Bildungsstätte könnte einerseits den Bereich Bildung entlang der Lebenslinie abdecken und würde gleichzeitig innerhalb des nun bebauten und belebten Gebiets näher an die Stadt heranrücken. Dafür fallen rund 500.000 Euro an Planungskosten an, weitere fünf Millionen Euro für die Erschließung sowie 700.000 Euro für den Bau des Begegnungshauses.

Die Planungen sehen einen Stadtratsbeschluss am 19. März zur Aufstellung des Bebauungsplans vor. Bis Frühjahr 2019 wird der Bebauungsplan erstellt, dann können die Erschließungsarbeiten beginnen. Falls die Pfalzwerke sich für einen Neubau entschließen, können sie ebenfalls 2019 anfangen zu bauen. Der Wohnbau könnte ab 2020 starten, die Verantwortlichen rechnen damit, dass 2023 oder 2024 die Bebauung zum großen Teil abgeschlossen sein wird.

 

 

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