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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Montag, 16. April 2018

Bernd Hagenkord SJ im HPH: Fünf Jahre Papst Franziskus

Fünf Jahre sind vergangen, seit Franziskus zum Papst gewählt wurde. Fünf Jahre, in denen er die Menschen überrascht und herausgefordert hat, in denen er aber auch die Hoffnung genährt hat auf eine gerechtere Welt und eine lebendige Kirche nahe bei den Menschen. „Kommt da noch was?“, fragen sich die Menschen anlässlich dieses Jubiläums.

Am Donnerstag, 26.04.2018, um 19 Uhr, kommt Pater Bernd Hagenkord SJ, Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, ins HPH, um das zu beleuchten. Im Vorfeld hat er in einem Interview seine Sicht auf das Wirken des Papstes dargelegt:

Pater Hagenkord, mit den beiden Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“  
und  „Amoris laetitia“ hat Papst Franziskus die Menschen erreicht. Vor allem „Amoris laetitia“ wurde mit viel Spannung erwartet und sehr kontrovers diskutiert. Ist zu erwarten, dass der Papst sich eines weiteren Themas annehmen wird, das genauso viel Diskussionsstoff liefert? – Welches könnte das sein?

Ich würde mir wünschen, dass erst mal das diskutiert würde, was schon gesagt ist. Wenn man – wie das leider zu oft passiert – auf Konflikt und Widerstand schaut und nur das sieht, dann verpasst man die vielen anderen Dinge, die den Papst ebenso bewegen: Wie kann Christsein im 21. Jahrhundert gelingen? Wie leben wir heute die Vielfalt katholischer Kulturen in Einheit? All das ist noch längst nicht ausdiskutiert.

Der Papst ist angetreten, die Kirche umzukrempeln. Zeigen sich irgendwo bereits Erfolge? – Und wird er künftig Schwerpunkte legen, die jetzt noch nicht erkennbar sind?

Die ihm wichtigen Dinge hat er schon ausgesprochen und angefangen. Aber so ein Umkrempeln dauert halt seine Zeit und ist – zum Glück – nicht mit einem Machtwort aus Rom getan. Erfolge zeigen sich langsam und meistens in der Kirche vor Ort, wo Gemeinden und Gemeinschaften die vom Papst immer wieder geschürte und gewollte Unruhe umsetzen. Ob da noch einzelne Themen von ihm kommen, weiß ich nicht, mag ich auch nicht spekulieren. Aber ganz gleich, was er uns an Themen noch anbieten wird: Es sind alles wichtige Beiträge für eine Kirche der Zukunft. Aber es braucht mehr als einen Papst, um das zum Leben zu bringen.

Eine Forderung von Papst Franziskus lautet ja, „an die Ränder“ zu gehen. – Er war schon vielmals an diesen Rändern; wird er seine künftigen Reisen nach diesem Kriterium wählen?

Sicherlich ja und nein: Es sind für dieses Jahr schon einige Reisen geplant und angekündigt. Ich glaube jedoch, man sollte sie nicht einfach als „an den Rand“ definieren, da steckt noch mehr dahinter. Aber bei diesen Reisen hat Franziskus  immer auch Programmpunkte, die vielleicht etwas überraschen und die unter die Überschrift „an die Ränder“ passen.

Der Papst fordert viel von den Menschen, von den  Klerikern und Politikern. Was glauben Sie: Werden die Menschen müde werden, wenn sie solche Forderungen immer wieder hören? – Wird sich das abnutzen, oder ist es wichtig, dass Papst Franziskus immer wieder den Finger in die Wunden legt?

Na ja, der Mensch lernt halt durch Wiederholungen, nicht durch Variation. Ich halte es für wichtig, dass er gewisse Punkte immer und immer wieder neu vorbringt. Das mag die Gesellschaft nicht, die Medien schon gar nicht, denn die wollen ja immer etwas Neues.

Natürlich kann sich das abnutzen, aber was ist denn die Alternative? Wichtige Dinge nur einmal benennen? Das finde ich die noch größere Gefahr. Nein, ich finde sein Insistieren -etwa bei Klerikalismus, beim Aufbruch der Kirche, bei der Wichtigkeit des täglichen Gebets und so weiter – viel zu wichtig, als dass ich es missen möchte. Auch wenn das mein Leben als Journalist nicht immer einfach macht.

 

 

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