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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Donnerstag, 13. September 2018

Indische Glaubens- und Tanzkultur im HPH

In anderen deutschen Großstädten, in denen Jesuiten leben und arbeiten, trat Saju George Moolamthuruthil schon auf. Dort hat er schon „Fangemeinden“. In Ludwigshafen ist der indische Pater aber zum ersten Mal. Am Donnerstag, 20. September, ist Pater Saju George, „der tanzende Jesuit“, ab 19 Uhr in der Aula des Heinrich Pesch Hauses zu erleben.

Dr. Matthias Rugel, ebenfalls Mitglied im Jesuitenorden und im HPH für den Abend mit Pater Saju George zuständig, freut sich sehr auf seinen indischen Mitbruder: „Ich kenne ihn nicht persönlich, aber was ich gelesen und über ihn gehört habe, klingt sehr spannend.“ Denn der junge Inder verbindet eine Tradition aus den Hindu-Tempeln seiner Heimat mit dem Christentum. Saju George Moolamthuruthil ist ein Meister des Bharata Natyam, wie der im Tempelritual verwurzelte, uralte Tanz heißt. Das Hauptthema des Bharata Natyam ist die Liebe der suchenden Seele zum Göttlichen. Ewas, das auch die christliche Mystik kennt.

Matthias Rugel: „Das ist ein gelingendes Beispiel echter Inkulturation.“ Die ursprünglich rein hinduistische Gepflogenheit wird von dem tanzenden Pater als „Ausdruck christlicher Religiosität“ für unseren Gottesdienst umgedeutet.

Das macht der Inder auch in Gottesdiensten außerhalb seiner Heimat. Etwa in Hamburg, wo der junge Pater für diese besondere Art des Feierns für Gottesdienste auch mit einer Tanzgruppe aufgetreten ist. Vor vielen Jahren zeigte Saju George Moolamthuruthil auch einmal vor dem damaligen Papst Johannes Paul II. im Gottesdienst seine Kunst.

Im Pesch Haus wird der Ordensmann alleine tanzen. Und er wird seine Tanzkunst, die sich durch Bewegungen, Körperhaltung, Gestik und Mimik mitteilt, erläutern. In englischer Sprache – doch ist für eine Übersetzung ins Deutsche gesorgt.

Wenn er in seinem Heimatland tanzt, muss er kaum etwas erklären. Die meisten indischen Zuschauer begreifen die Bewegungen und Tanzszenen. Seine Darbietungen nach indischer Tradition führt er mit nacktem Oberkörper, Schmuck und geschminktem Gesicht vor. Der 48-Jährige tanzt aber auch christliche Themen, die er selbst komponiert und choreografiert hat.

Pater Saju George ist nicht nur promovierter Theologe, Priester und Tänzer, er arbeitet auch als Sozialarbeiter, Lehrer oder Hausmeister: In einem Armenvorort von Kalkutta unterrichtet er im Zentrum Kalahrdaya Kinder und Jugendliche aus armen Familien und sorgt sich auch um das persönliche Wohlbefinden der Schützlinge im Sozialprojekt. Neben Englisch und Mathematik lernen die Schüler dort Musik, Yoga und auch klassischen indischen Tanz. „Gerade im Üben des Tanzens, im Bewegen und in der Körperbeherrschung liegt eine große Chance für die Persönlichkeitsentfaltung der Jugendlichen“, sagt Matthias Rugel.

Mit seinen Tanzdarbietungen in aller Welt bringt Saju George Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen zusammen. Und zugleich verbindet der indische Ordensmann auch die Bitte um Unterstützung für seine soziale Arbeit.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht. Sie fließen direkt ins Projekt Kalahrdaya.

Text: Huber Mathes in: der Pilger
Foto© Plakat HPH

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