Zur Landkarte Bistum

Informationen

Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
mehr Infos


Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
mehr Infos


Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
mehr Infos


Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
mehr Infos


Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
mehr Infos

Freitag, 25. Januar 2019

Ehrenamtliche im Licht.Punkt: „Das hat auch mich geprägt“

Der Licht.Punkt, Passantenseelsorge im S-Bahnhof Mitte, ist Geschichte. In einer bewegenden Andacht wurde die Einrichtung geschlossen. Den Bericht dazu lesen Sie hier.

Für die Ehrenamtlichen geht eine lange, bewegte und bewegende Zeit zu Ende.Die meisten haben ihren Dienst hier viele Jahre verrichtet. Sie sind in Schulungen und ihren Diensten als Gruppe zusammen gewachsen, haben sich immer wieder Gedanken gemacht über die inhaltliche und optische Gestaltung dieses Ortes im S-Bahnhof, haben versucht, Akzente zu setzen und die Passanten anzusprechen.

„Ich glaube für mich sagen zu können, dass ich dankbarer geworden bin für das, was ich habe: nicht materiell, sondern gesundheitlich, emotional, für mein persönliches Umfeld, für die kleinen zwischenmenschlichen Gesten und Begegnungen.“ Diese Aussage tätigen alle, die zum Abschluss gefragt werden, was von ihrem Engagement übrig bleibt.er wichtigste Grund für die Schließung dieses Ortes ist ja die zurück gehende Zahl von „Klienten“, die im Vorbeikommen in den Gesprächsraum kamen. Dabei war dieser Glaskubus nur eines von drei Elementen des Licht.Punkts. Ein Blick in das „Gästebuch“, das die Ehrenamtlichen im Januar ausgelegt haben, zeigt, dass auch viele Menschen den Weg in die Kapelle gesucht haben, die einfach nur „Ruhe in der lauten Stadt“ suchten und eine Möglichkeit der Besinnung.

„Ich werde die Kapelle sehr vermissen“, sagt eine Ehrenamtliche melancholisch. „Durch ihre Schlichtheit hat sie vom Wesentlichen nicht abgelenkt und war doch immer wieder neu und einladend, sehr kreativ ausgestattet.“Die Ehrenamtlichen wehren sich dagegen, den Erfolg des Licht.Punkt quantitativ bemessen zu wollen, wie auch Maria Heitz sagt. Sie hat am meisten „beeindruckt und geprägt und auch verändert, dass ich merke wie wenig Tun nötig ist, um den Menschen gut zu tun. Ich habe durch den Lichtpunkt gelernt, wieviel ich durch mein Dasein und Zuhören bewirken kann. Das hat auch mein Verhalten in anderen Bereichen geprägt.“

Marita Seegers sagt: „In Erinnerung bleiben mir unsere Stammgäste, die ich mit den Jahren näher kennen lernen konnte, mit denen ich persönlichere Gespräche führen und in deren Lebensgeschichten ich eintauchen konnte.“ Sie habe „viel über ein Leben in mir ansonsten fremden Milieus gelernt, und darüber, was Menschen aufregt oder freut.“ Egal, wo und wie sie leben, wie sie körperlich, seelisch oder finanziell eingeschränkt leben, „sie haben so viel Ressourcen und Kompetenzen haben, die ich so nicht habe, so dass sie alle auf ihre Art lebenstüchtig sind. Davor habe ich große Hochachtung!“

Ohne Zweifel war die Kerzenwand ein wichtiger Magnet. Auch das Anliegenbuch, das dort geöffnet lag, fand großen Zuspruch. Den Ehrenamtlichen bleiben aber auch die Projekte in Erinnerung, mit denen sie Aufmerksamkeit suchten: Die ökumenische Aktion „Bevor ich sterbe….“ war dabei sehr erfolgreich, die Weitergabe des Friedenslichts wurde zur Tradition, das Frühstück während der Fastenzeit mit der Möglichkeit einer Bildbetrachtung fand wenig Zuspruch, dafür waren die Menschen dankbar für die Aktion „Sie bitten – wir beten“. „Ich möchte auch die wenig erfolgreichen Aktionen nicht missen“, betont Marita Seegers stellvertretend für Andere.

Bedeutsam ist auch, dass die Ehrenamtlichen ihren Dienst aus ihrem Glauben heraus getan haben. So hat es niemanden unberührt gelassen, dass eine „Stammkundin“ am Ende jedes Besuchs in die Kapelle gegangen ist und beim Abschied strahlend erklärte: „Ich hab für Sie gebetet!“

Das Gebet war auch für das Team wichtig: „Oft bin ich vor dem Dienst in der Kapelle gewesen und habe für die richtigen Worte während des Dienstes gebetet. Das hat mich geerdet und mir oftmals viel Geduld gebracht. Wir haben auch Dienste versehen, wo wir an unsere Grenzen kamen, weil wir weder materiell noch mit entsprechenden Ideen helfen konnten. Hier blieb nur das Gebet für diese Menschen und ein Segen.“

Anzeige

Anzeige