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Informationen

Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Samstag, 02. Februar 2019

Vielschichtiges Wahlmotto soll zum Wählen motivieren

Aus der Gemeinde St. Gallus wurde die „Großpfarrei“ Hl. Cäcilia mit lauter „fremden“ Gesichtern: „Da muss erst ein Bezug geschaffen werden“, meint Gerard J. Burns. Das ist sein erster Gedanke im Hinblick auf die Pfarrgremienwahlen, die am 16./17. November im Bistum anstehen.

Jetzt fand ein Kreativtag statt, an dem sich Haupt- und Ehrenamtliche aus dem gesamten Bistum gemeinsam Gedanken machten, wie sie auf die Wahl aufmerksam machen können, wie die Pfarreien Kandidaten für die Gremien finden und begeistern, und wie sie die Kirchenmitglieder motivieren können, wählen zu gehen.

„Zusammen wachsen. Weiter denken.“ Das ist das Motto der Wahlen. „Ein tolles Motto, das die aktuelle Aufgabe der Gremien beschreibt“, findet Michael Alter aus der Pfarrei Hl. Katharina von Siena. „Ich empfinde es als Appell, den eingeschlagenen Weg der fünf Pfarreien weiter zu gehen“, sagt Andreas Gebauer aus der Pfarrei Hl. Franz von Assisi.

„Allerdings liegt in diesem Motto auch ein gewisser Aufruf, dass die Pfarreien noch lange nicht "zusammen gewachsen" sind und noch ein weiter Weg und viel Arbeit vor uns liegt“, vermutet er. „Tatsächlich wachsen ganz oft die Gemeinden – jede für sich - , aber nicht zusammen“, so die Einschätzung von Claudia Sarro, Vorsitzende des Gemeindeausschuss Maria Himmelfahrt.

Weiter denken mit Gläubigen und neuen Modellen

„Weiter denken“ heißt für Marita Seegers, den Gläubigen mehr Vertrauen und Wertschätzung entgegenzubringen, sie zu befähigen und zu unterstützen, den Glauben zu leben und in ihren Gemeinden und Pfarreien Ämter und Aufgaben verantwortlich zu übernehmen.“ Es bedeute, neue Modelle der Beauftragung auszuprobieren, auch hauptamtlich Menschen zu beauftragen, die Nichttheologen sind: „Weiter denken heißt für mich, die Charismen der Menschen gezielt zu entdecken und sie für die Entwicklung der Kirche vor Ort zu nutzen. Und die Leute da zu unterstützen, wo sie es brauchen.“

„Weiter denken, das tun wir bereits, indem wir eine gemeinsame Vision entwickeln und ein gemeinsames Konzept für die Pastoral in unserer Pfarrei schreiben. Das bleibt zugleich auch noch eine Herausforderung, möglichst viele Menschen in diesen Denkprozess einzuladen und eigene Seh- und Denkblockaden dabei zu überwinden“, meint Pastoralreferent Bernhard Werner.

Birgit Bastian deutet das Motto durchaus vielschichtig: „Zusammen wachsen - weiter denken bedeutet es für mich, dass wir alle als Kirche weiter wachsen müssen, uns für unsere Interessen, unseren Glauben einsetzen müssen, damit wir alle Gläubigen erreichen können - auch die, die sich von der Kirche abgewandt haben. Weiter denken heißt, nicht nur an heute, sondern auch in die Zukunft denken.

Der Glaube an das „allgemeine Priestertum“ motiviert

„Die Kirche verändert sich – das können und wollen wir nicht aufhalten“, meint Hede Metz aus der Pfarrei Hl. Katharina von Siena. „Aber wir brauchen den nötigen Mut, uns mit unseren Fähigkeiten einzubringen. Viele sind noch zu „Pfarrer-konzentriert“, kritisiert sie. Genau darin findet sie aber auch ihre Motivation für ihr Engagement: „an der Kirche als „allgemeines Priestertum“ mitzuwirken.“ – „Der Glaube“ ist Burns Motivation: „Der „Verfall“ von Kirche kann ja nur verhindert werden, wenn ich - sprich jeder Einzelne – sich einbringt.“

Angesichts von Unbeweglichkeit bei vielen Mitgliedern, administrativen Unzulänglichkeiten und Restriktionen ist Andreas Gebauer noch nicht überzeugt, dass er sich wieder zur Wahl stellen wird. Dennoch will er Andere motivieren, sich aufstellen zu lassen, mit dem wichtigsten Argument: “die Möglichkeit, die Pfarrei und Prozesse darin verantwortlich mit zu gestalten. Wenn die Grenzen dafür auch eng gesteckt sind.“

Nächstenliebe und hellhörig sein

Hede Metz gibt zu, dass sie noch kein Patentrezept gefunden hat, um Andere zu motivieren und zu begeistern: „Immer wieder hellhörig auf die Menschen sein“, sei jedoch eine Grundvoraussetzung, meint sie. „Wenn wir geduldig unsere Arbeit tun und die Menschen, die zunächst sehr skeptisch waren, erkennen, dass sie sich auf einen verlassen können, dann werden sie auch kommen“, ist sie zuversichtlich. „Auf alle Fälle geht es nur mit Nächstenliebe und authentischem Vorleben“, ist Claudia Sarro überzeugt.

Motivation ist am ehesten durch persönliche Ansprache zu erreichen, aber auch durch persönliche „Erfolgsstorys“. Die von Gerard J. Burns war die Unterstützung einer Flüchtlingsfamilie bei der Eingliederung in der „Fremde“. Das erfordere übermenschliche Anstrengungen.

Dafür sei der persönliche Lohn umso größer: „Geholfen zu haben, dass es einem Fremden etwas besser geht.“ Für Birgit Bastian sind die Sternsingeraktionen Erfolgsgeschichten, aber etwa auch eine gelungene Erstkommunionvorbereitung.

„Ich engagiere mich, weil ich diese Neuorientierungsphase spannend finde und Gelegenheit zum Experimentieren habe“, sagt Marita Seegers aus Herz Jesu. „Es geht schon ein Ruck durch die Pfarreien, der die Routine unterbricht. Seit der Gründung der neuen Pfarreien habe ich auch neue Leute aus den anderen Gemeinden kennen gelernt, mit denen ich gemeinsam unterwegs sein kann. Da finden sich Leute zusammen, die Veränderungen wollen und sich engagieren.“

„Hier kann und möchte ich was bewegen“

Hede Metz´ Erklärung für ihr Engagement klingt recht simpel: „Ich gehöre zu einer Gemeinschaft, die mich trägt, auch wenn sie mich manchmal verletzt. Ich glaube, dass ich geführt werde. Dagegen kann ich mich nicht wehren.“ 

Claudia Sarro findet es „ganz wichtig gerade in der heutigen Zeit, in der so viele Menschen oft nur an sich denken und sich selbst verwirklichen wollen, Verantwortung  für seine Überzeugung zu übernehmen und offen dazu zu stehen.“

„Wenn man was ändern will, muss man sich dafür engagieren.“ So einfach ist für Michael Alter diese Frage zu beantworten. Und er fügt hinzu: „Kirche findet vor Ort, bei mir in der Gemeinde und der Pfarrei statt. Hier kann und möchte ich was bewegen.“

 

 

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