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Pfarreien

In dieser Übersicht finden Sie die Pfarreien die zum Dekanat Ludwigshafen gehören.

Ludwigshafen 1 "Heilige Petrus und Paulus"

Ludwigshafen Innenstadt, südliche Innenstadt und Mundenheim
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Ludwigshafen 2 „Heilige Katharina von Siena“

Gartenstadt, Maudach, Rheingönheim
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Ludwigshafen 3 "Heiliger Franz von Assisi"

Oggersheim, Ruchheim
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Ludwigshafen 4 „Heilige Edith Stein“

Edisheim, Oppau
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Ludwigshafen 5 "Heilige Cäcilia"

Friesenheim, Hemshof
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Mittwoch, 27. März 2019

Religionspreis: Festrede zum Thema Mobbing

Das katholische Stadtdekanat hat in diesem Jahr wieder 13 Schülerinnen und Schüler mit dem Preis für besonderes Engagement im Fach Religion ausgezeichnet. Die Festansprache hielt Oberstudienrat Thomas Stephan, Religionslehrer, der sich sehr intensiv mit dem Thema Mobbing auseinandersetzt.

„Sie alle, die hier und heute einen Preis in Religion erhalten, haben in wenigen Wochen die Schule hinter sich“, so Dekan Alban Meißner bei der Begrüßung. Diese Zeit habe wohl viele schöne Erlebnisse mit sich gebracht, „aber vielleicht gibt es auch so manches Schlimme, mit dem Sie die Schule verbinden.“ Zu diesem Schlimmen, so Dekan Meißner,  gehöre auch das Mobbing.

„Für uns Christen ist Mobbing alles andere als harmlos“, betonte er. „ Auch für Jesus war es nicht anders“, führte er aus und erinnerte an die Bergpredigt, wo es heißt: „Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! (Mt 5,21-24).“

Seine Ausführungen hatte der Referent Thomas Stephan unter das Thema „Mobbing lebt vom Mitmachen“ gestellt. Er nannte Sätze, die Mobber ihren Opfern entgegenschleudern, aber auch deren Reaktion darauf, etwa ein Siebtklässler, der bekennt: „Ich dachte jeden Tag daran, mich umzubringen.“

Eine Pisa-Sonderstudie hat ergeben, dass jeder sechste Schüler oft zum Mobbing-Opfer werde – und wenn er dies in der Schule ist, ist die Gefahr groß, dass er später auch am Arbeitsplatz gemobbt werde.
Mobbing, so Stephan weiter, werde noch immer nicht ernst genug genommen, Dabei seien die Folgen gravierend: Unwohlsein, Isolierung, Schlafstörung, Leistungsabfall, aber auch Depression, bis hin zu Suizidgefahr.

Der Pädagoge wies sehr energisch darauf hin, dass sich Mobbing-Opfer unbedingt Hilfe ho-len, ein Tagebuch führen und Zeugen suchen sollten. Und er betonte, dass am Mobbing häufig mehrere Personen beteiligt seien: neben dem Täter und dem Opfer auch Zuschauer und Mitläufer. Am Ende seines Vortrags nannte er auch wichtige Anlaufstellen.

Bei der Preisverleihung betonte Dekan Meißner, dass dabei nicht nur die schulischen Leistungen ausschlaggebend sind. „ Wir würdigen ebenso auch Ihr soziales und kirchliches Engagement, das Sie in Ihrer Schulzeit bewiesen haben. Das ist nur konsequent, wenn wir immer wieder betonen, dass der Religionsunterricht Sie auch menschlich auf das Leben vorbereiten soll. Wir danken Ihnen, dass Sie dadurch der Religion ein menschliches, friedliches Gesicht gegeben haben, was heute nicht unbedingt selbstverständlich ist.“

Die Namen der Schulen und Preisträger:

Theodor-Heuss-Gymnasium: Fabian Eppel
Geschwister-Scholl-Gymnasium: Sophia Luisa Willis
Gymnasium an der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch:  Annalena Fronczek
Heinrich-Böll-Gymnasium: Emma Boots, Maximilian Schlereth
Max-Panck-Gymnasium: Melissa Maurer, Yasmin Rauscher
Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium (Edigheim): Natalie Nicke, Leonie Spandöck
Carl-Bosch-Gymnasium: Lea-Kathrin Hammer, Laszlo Hinz, Sophie Kaupa
IGS Gartenstadt: Benedikt Hoferer

Foto © Anette Konrad

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